Kleukens-Archiv / 2) Druckwerke von C. H. und F. W. Kleukens an der Front, item 9
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
GZ
AM ABEND
Nr.1 2. Oktober 1917
linke Spalte
Zum ersten Male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburgals Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
AMTLICHE MELDUNG
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz
wurden duch die Tätigkeit deutscher
U.Boote wiederum 25000 Bruttoregistertonnen
versenkt. Unter den vernichteten
Schiffen befanden sich ein mittelgroßer
Tankdampfer, sowie der englische Segler
"Agricole", der Kohlen für Frankreich
an Bord hatte. Einer der versenkten
Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle
für Frankreich, ein großer vernichteter
Segler ausschließlich Paraffinöl
geladen.
Die Lehren des Suchomlinow-Prozesses
bespricht der russische Oberst Borissow
in der Petersburger "Nowoje Wremja".
Borissow führte an, daß nach den Aussagen
rechte Spalte
von Suchlimow uns Januschekwitsch
der russische Generalstab schuld
am Ausbruch des Krieges gewesen sei.
"Sehen wir uns diese Herren an, als sie in
einem so schwierigen Augenblick ihres
Lebens standen: 'Am nächsten Tag belog
ich den Zaren. Ich gab den mich besuchenden
Militärattachée das Ehrenwort
des Generalstabschefs; aber dieser glaubte
mir nicht. Ich schlug ihm vor, es ihm
schriftlich zu geben; aber er verzichtete
höflich'. Die Gerechtigkeit verlangt, daß
der deutsche Major das Wesen der Mobilmachung
vollkommener verstanden
hat, als unser Generalstabschef; aber unser
CHef sah die Sache nur vom formalen
Standpunkte an: 'Dem Befehl hatte ich
noch in der Tasche'. Wenn wir Truppen
auch an die deutsche Grenze konzentrieren,
so bedeutet das zweifellos Gefahr
für Deutschland und Deutschland muß, ob
es will oder nicht, selbst die Mobilisierung
erklären. Daher wird das verständlich,
was aus den Aussagen des Prozesses
hervorgeht, nämlich, daß Wilhelm II. gegen
die allgemeine Mobilmachung protestierte,
in dem er sein Ehrenwort gab,
daß, wenn die allgemeine Mobilmachung
nicht erklärt würde, die Beziehungen zwischen
Rußland und Deutschland weiterhin
freundschaftlich bleiben würden. Auch
der Zar bemühte sich darum, als er seinem
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
GZ
AM ABEND
Nr.1 2. Oktober 1917
linke Spalte
Zum ersten Male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburg als Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
AMTLICHE MELDUNG
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz
wurden duch die Tätigkeit deutscher
U.Boote wiederum 25000 Bruttoregistertonnen
versenkt. Unter den vernichteten
Schiffen befanden sich ein mittelgroßer
Tankdampfer, sowie der englische Segler
"Agricole", der Kohlen für Frankreich
an Bord hatte. Einer der versenkten
Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle
für Frankreich, ein großer vernichteter
Segler ausschließlich Paraffinöl
geladen.
Die Lehren des Suchomlinow-Prozesses
bespricht der russische Oberst Borissow
in der Petersburger "Nowoje Wremja".
Borissow führte an, daß nach den Aussagen
rechte Spalte
von Suchlimow uns Januschekwitsch
der russische Generalstab schuld
am Ausbruch des Krieges gewesen sei.
"Sehen wir uns diese Herren an, als sie in
einem so schwierigen Augenblick ihres
Lebens standen: 'Am nächsten Tag belog
ich den Zaren. Ich gab den mich besuchenden
Militärattachée das Ehrenwort
des Generalstabschefs; aber dieser glaubte
mir nicht. Ich schlug ihm vor, es ihm
schriftlich zu geben; aber er verzichtete
höflich'. Die Gerechtigkeit verlangt, daß
der deutsche Major das Wesen der Mobilmachung
vollkommener verstanden
hat, als unser Generalstabschef; aber unser
CHef sah die Sache nur vom formalen
Standpunkte an: 'Dem Befehl hatte ich
noch in der Tasche'. Wenn wir Truppen
auch an die deutsche Grenze konzentrieren,
so bedeutet das zweifellos Gefahr
für Deutschland und Deutschland muß, ob
es will oder nicht, selbst die Mobilisierung
erklären. Daher wird das verständlich,
was aus den Aussagen des Prozesses
hervorgeht, nämlich, daß Wilhelm II. gegen
die allgemeine Mobilmachung protestierte,
in dem er sein Ehrenwort gab,
daß, wenn die allgemeine Mobilmachung
nicht erklärt würde, die Beziehungen zwischen
Rußland und Deutschland weiterhin
freundschaftlich bleiben würden. Auch
der Zar bemühte sich darum, als er seinem
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
GZ
AM ABEND
Nr.1 2.Oktober 1917
linke Spalte
Zum ersten male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburghals Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
AMTLICHE MELDUNG
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz
wurden duch due Tätigkeit deutscher
U.Boote wiederum 25000 Bruttoregistertonnen
versenkt. Unter den vernichteten
Schiffen befanden sich ein mittelgroßer
Tankdampfer, sowie der englische Segler
"Agricole", der Kohlen für Frankreich
an Bord hatte. Einer der versenkten
Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle
für Frankreich, ein großer vernichteter
Segler ausschließlich Paraffinöl
geladen.
Die Lehren des Suchomlinow-Prozesses
bespricht der russische Oberst Borissow
in der Petersburger "Nowoje Wremja".
Borissow führte an, daß nach den Aussagen
rechte Spalte
von Suchlimow uns Januschekwitsch
der russische Generalstab schuld
am Ausbruch des Krieges gewesen sei.
"Sehen wir uns diese Herren an, als sie in
einem so schwierigen Augenblick ihres
Lebens standen: 'Am nächsten Tag belog
ich den Zaren. Ich gab den mich besuchenden
Militärattachée das Ehrenwort
desGeneralstabschefs; aber dieserglaubte
mir nicht. Ich schlug ihm vor, es ihm
schriftlich zu geben; aber er verzichtete
höflich'. Die Gerechtigkeit verlangt, daß
der deutsche Major das Wesen der Mobilmachung
vollkommener verstanden
hat, als unser Generalstabschef; aber unser
CHef sah die Sache nur vom formalen
Standpunkt an: 'Dem Befehl hatte ich
noch in der Tasche'. Wenn wir Truppen
auch an die deutsche Grenze konzentrieren,
so bedeutet das zweifellos Gefahr
für Deutschland und Deutschland muß, ob
es will oder nicht, selbst die Mobilisierung
erklären. Daher wird das verstandlich,
was aus den Aussagen des Prozesses
hervorgeht, nämlich, daß Wilhelm II. gegen
die allgemeine Mobilmachung protestierte,
in dem er sein Ehrenwort gab,
daß, wenn die allgemeine Mobilmachung
nicht erklärt würde, die Beziehungen zwischen
Rußland und Deutschland weiterhin
freundschaftlich bleiben würden. Auch
der Zar bemühte sich darum, als er seinem
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
GZ
AM ABEND
Nr.1 2.Oktober 1917
linke Spalte
Zum ersten male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburghals Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
AMTLICHE MELDUNG
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz
wurden duch due Tätigkeit deutscher
U.Boote wiederum 25000 Bruttoregistertonnen
versenkt. Unter den vernichteten
Schiffen befanden sich ein mittelgroßer
Tankdampfer, sowie der englische Segler
"Agricole", der Kohlen für Frankreich
an Bord hatte. Einer der versenkten
Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle
für Frankreich, ein großer vernichteter
Segler ausschließlich Paraffinöl
geladen.
Die Lehren des Suchomlinow-Prozesses
bespricht der russische Oberst Borissow
in der Petersburger "Nowoje Wremja".
Borissow führte an, daß nach den Aussagen
rechte Spalte
von Suchlimow uns Januschekwitsch
der russische Generalstab schuld
am Ausbruch des Krieges gewesen sei.
"Sehen wir uns diese Herren an, als sie in
einem so schwierigen Augenblick ihres
Lebens standen: 'Am nächsten Tag belog
ich den Zaren. Ich gab den mich besuchenden
Militärattachée das Ehrenwort
desGeneralstabschefs; aber dieserglaubte
mir nicht. Ich schlug ihm vor, es ihm
schriftlich zu geben; aber er verzichtete
höflich'. Die Gerechtigkeit verlangt, daß
der deutsche Major das Wesen der Mobilmachung
vollkommener verstanden
hat, als unser Generalstabschef; aber unser
CHef sah die Sache nur vom formalen
Standpunkt an: 'Dem Befehl hatte ich
noch in der Tasche'. Wenn wir Truppen
auch an die deutsche Grenze konzentrieren,
so bedeutet das zweifellos Gefahr
für Deutschland und Deutschland muß, ob
es will oder nicht, selbst die Mobilisierung
erklären. Daher wird das verstandlich,
was aus den Aussagen des Prozesses
hervorgeht, nämlich, daß Wilhelm II. gegen
die allgemeine Mobilmachung protestierte,
in dem er sein Ehrenwort gab,
daß, wenn die allgemeine Mobilmachung
nicht erklärt würde, die Beziehungen zwischen
Rußland und Deutschland weiterhin
freundschaftlich bleiben würden. Auch
der Zar bemühte sich darum, als er sei-
-
GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
GZ
AM ABEND
Nr.1 2.Oktober 1917
linke Spalte
Zum ersten male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburghals [SIC] Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
AMTLICHE MELDUNG
Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz
wurden duch due Tätigkeit deutscher
U.Boote wiederum 25000 Bruttoregistertonnen
versenkt. Unter den vernichteten
Schiffen befanden sich ein mittelgroßer
Tankdampfer, sowie der englische Segler
"Agricole", der Kohlen für Frankreich
an Bord hatte. Einer der versenkten
Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle
für Frankreich, ein großer vernichteter
Segler ausschließlich Paraffinöl
geladen.
Die Lehren des Suchomlinow-Prozesses
bespricht der russische Oberst Borissow
in der Petersburger "Nowoje Wremja".
Borissow führte an, daß nach den Aussagen
rechte Spalte
von Suchlimow uns Januschekwitsch
der russische Generalstab schuld
am Ausbruch des Krieges gewesen sei.
"Sehen wir uns diese Herren an, als sie in
einem so schwierigen Augenblick ihres
Lebens standen: 'Am nächsten Tag belog
ich den Zaren. Ich gab den mich besuchenden
Militärattachée das Ehrenwort
desGeneralstabschefs; [SIC] aber dieserglaubte
mir nicht. Ich schlug ihm vor, es ihm
schriftlich zu geben; aber er verzichtete
höflich'. Die Gerechtigkeit verlangt, daß
der deutsche Major das Wesen der Mobilmachung
vollkommener verstanden
hat, als unser Generalstabschef; aber unser
CHef sah die Sache nur vom formalen
Standpunkt an: 'Dem Befehl hatte ich
noch in der Tasche'. Wenn wir Truppen
auch an die deutsche Grenze konzentrieren,
so bedeutet das zweifellos Gefahr
für Deutschland und Deutschland muß, ob
es will oder nicht, selbst die Mobilisierung
erklären. Daher wird das verstandlich,
was aus den Aussagen des Prozesses
hervorgeht, nämlich, daß Wilhelm II. gegen
die allgemeine Mobilmachung protestierte,
in dem er sein Ehrenwort gab,
daß, wenn die allgemeine Mobilmachung
nicht erklärt würde, die Beziehungen zwischen
Rußland und Deutschland weiterhin
freundschaftlich bleiben würden. Auch
der Zar bemühte sich darum, als er sei-
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
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AM ABEND
Nr.1 2.Oktober 1917
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Zum ersten male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburghals [SIC] Feldherr
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
den Tafeln der Geschichte eingegraben.
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GRABENZEITUNG DER 50. I.D.
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AM ABEND
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Zum ersten male erscheint heute die
"G.Z. am Abend", die die Aufgabe hat,
täglich den Tapferen in der vordersten
Linie und in den Feuerstellungen die neuesten
Nachrichten zu übermitteln. Gerade
am 70. Geburtstag des Mannes, dessen
jeder Deutsche in Dankbarkeit und Liebe
gedenkt, tritt sie in Erscheinung. Was Generalfeldmarschall
v. Hindenburghals Feldherr eigtl. "v. Hindenburgh als" - Leerzeichen fehlt, vermutlich wg. Zeilenlänge/Satz
und erste militärischer Ratgeber
unseres Kaisers für unser Volk und Vaterland
geleistet hat, ist für alle Zeiten in
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- 1770 / 20869
- Contributor
- Harald Ernstberger Kleukens Archiv Darmstadt
October 2, 1917
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