Kriegstagebuch von Walther Huth, item 60
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...linke Seite
27.VII. Graben weiter ausgebaut, Drahthindernis,
Laufgraben, Leute bei Tag und Nacht keine Ruhe
und wenig zu essen, da keine Post. In der
Dämmerung machte der Feind starken Angriff auf
III/95, auf unsere 1. und 3. Der Angriff scheiterte
vollständig, zumal die Artillerie sofort einsetzte
und mit riesiger Geschwindigkeit feuerte.
28.VII. Patrouille nach dem Wald rechts von uns,
dicht an Dombrowa. Viel tote Russen. Ich brachte
russisches Gewehr und Patronen mit. Laufgraben
fertiggestellt. Gegen Abend elender Regen.
29.VII. Kalt und sonnig. Ungeziefer macht sich
mehr und mehr bemerkbar. Am Abend wurden
wir durch die 9./95 abgelöst. Dabei erfuhr ich auch,
daß Willy am 27.VII. durch eine Schrapnellkugel an
der Schulter leicht verwundet sei, also mal
wieder allein. Wir marschierten nach Grudek und
wurden in Panjenbuden einquartiert nachts 1 Uhr.
30.VII. Da unsere Wohnung von Wanzen wimmelte,
ließen wir uns draußen ein Zelt bauen und
wandten unserm bisherigen Heim schmollend den
Rücken. Es war herrliches sonniges Wetter. Abends
Reinigung des gesamten Gehöfts. Herr Leutnant
Wackerbarth /im Zivil Pastor) wurde unserer
...rechte Seite
Kompagnie überwiesen und übernahm den 1. Zug.
31.VII. Fortsetzung der Reinigung, aller Unrat wurde
verbrannt. Warnung vor Cholera. In Pultusk nichts
kaufen, da verseucht durch Russen. Noch 2 mal Ersatz,
dabei 2 Vizefeldwebel der Reserve Heyse, nie satt,
Schmidt, Kollege von Borwes und ebensolch Prolet,
wie die Steißtrommler im allgemeinen.
1.VIII. Ein Jahr Krieg. 5 Uhr Marsch nach Sadikierz,
in derselben Richtung weiter nach dem walde, dort
lösten wir R.I.R.229 ab, wenig ausgebaute
Stellung. Nachts tüchtig am Laufgraben gearbeitet,
da Reservezug, Rußki auf 200m vor dem Walde.
2.VIII. Den Tag über abwechselnd geschlafen und arbeiten
lassen. Ich hatte guten Unterstand, als Halbzugsführer
ausgetreten mit meinem Putzer, also mit
Gruppen nichts zu tun. Kolossalen Durchfall.
Unsere Front fast genau nach Süden, gegen die
Oberförsterei Dombrowa.
3.VIII. Bei herrlichem Wetter im alten Heim.
General von Unruh besichtigte die Stellung. Am 2.
wurde Major Bohm leicht verwundet. Hauptmann
führt das Bataillon.
4.VIII. Laufgraben bis zu 96 durchgeführt. In der
Nacht furchtbarer Durchfall und Brechen.
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27.VII. Graben weiter ausgebaut, Drahthindernis,
Laufgraben, Leute bei Tag und Nacht keine Ruhe
und wenig zu essen, da keine Post. In der
Dämmerung machte der Feind starken Angriff auf
III/95, auf unsere 1. und 3. Der Angriff scheiterte
vollständig, zumal die Artillerie sofort einsetzte
und mit riesiger Geschwindigkeit feuerte.
28.VII. Patrouille nach dem Wald rechts von uns,
dicht an Dombrowa. Viel tote Russen. Ich brachte
russisches Gewehr und Patronen mit. Laufgraben
fertiggestellt. Gegen Abend elender Regen.
29.VII. Kalt und sonnig. Ungeziefer macht sich
mehr und mehr bemerkbar. Am Abend wurden
wir durch die 9./95 abgelöst. Dabei erfuhr ich auch,
daß Willy am 27.VII. durch eine Schrapnellkugel an
der Schulter leicht verwundet sei, also mal
wieder allein. Wir marschierten nach Grudek und
wurden in Panjenbuden einquartiert nachts 1 Uhr.
30.VII. Da unsere Wohnung von Wanzen wimmelte,
ließen wir uns draußen ein Zelt bauen und
wandten unserm bisherigen Heim schmollend den
Rücken. Es war herrliches sonniges Wetter. Abends
Reinigung des gesamten Gehöfts. Herr Leutnant
Wackerbarth /im Zivil Pastor) wurde unserer
...rechte Seite
Kompagnie überwiesen und übernahm den 1. Zug.
31.VII. Fortsetzung der Reinigung, aller Unrat wurde
verbrannt. Warnung vor Cholera. In Pultusk nichts
kaufen, da verseucht durch Russen. Noch 2 mal Ersatz,
dabei 2 Vizefeldwebel der Reserve Heyse, nie satt,
Schmidt, Kollege von Borwes und ebensolch Prolet,
wie die Steißtrommler im allgemeinen.
1.VIII. Ein Jahr Krieg. 5 Uhr Marsch nach Sadikierz,
in derselben Richtung weiter nach dem walde, dort
lösten wir R.I.R.229 ab, wenig ausgebaute
Stellung. Nachts tüchtig am Laufgraben gearbeitet,
da Reservezug, Rußki auf 200m vor dem Walde.
2.VIII. Den Tag über abwechselnd geschlafen und arbeiten
lassen. Ich hatte guten Unterstand, als Halbzugsführer
ausgetreten mit meinem Putzer, also mit
Gruppen nichts zu tun. Kolossalen Durchfall.
Unsere Front fast genau nach Süden, gegen die
Oberförsterei Dombrowa.
3.VIII. Bei herrlichem Wetter im alten Heim.
General von Unruh besichtigte die Stellung. Am 2.
wurde Major Bohm leicht verwundet. Hauptmann
führt das Bataillon.
4.VIII. Laufgraben bis zu 96 durchgeführt. In der
Nacht furchtbarer Durchfall und Brechen.
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Save description- 52.7007404||21.2939373||
Sadykierz
- 51.13054289999999||13.577913399999943||||1
Coswig (bei Dresden)
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Story location Coswig (bei Dresden)
Document location Sadykierz
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- 2655 / 33605
- Contributor
- Friedrich-Carl Hoffmann
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