Kriegstagebuch 4 von Infanterie-Leutnant Hans Altrogge aus Arnsberg, item 38

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Sermaize, dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein Ungetüm, ein Geschoß eines franz. Langrohrgeschützes,  nahe bei uns einschlug; nicht lange darauf kam ein zweites, welches vielleicht 20 - 30 m  rechts des Weges einschlug. Alles türmte nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im Marschmarsch suchen wir fortzukommen. Allerdings hatte dieses Geschoß 4 ganz Leichtverwundete zu verzeichnen. In Beaurains machten wir Pause. Doch unsere Granaten kamen uns nachgesaust,  die aber weiter hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains marschierten wir über Genvry nach Crisolles. Dort war die Kirche gesprengt, so daß der ganze Weg mit einem mächtigen Haufen Steine und Trümmern versperrt war. Allmählich merkte ich große Schlappheit in allen Knochen, namentlich die Schultern und Kniegelenke schmerzten. Seit August 1916 trug ich heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten Affen. Über St. Martin kamen wir um ½ 5 Uhr in Quesny an, wo wir Quartier bezogen. Der 1. und 2. Zug kam in eine Kirche, der 3. auf einen Boden, in dessen Hause ich mit  Vzfldw. Fruns eine kleine Bude bewohnten. Nachdem Kaffee getrunken war, legte ich mich

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Sermaize, dessen Häuser in hellen Flammen loderten. Wir waren kurz vor Beaurains, als plötzlich so ein Ungetüm, ein Geschoß eines franz. Langrohrgeschützes,  nahe bei uns einschlug; nicht lange darauf kam ein zweites, welches vielleicht 20 - 30 m  rechts des Weges einschlug. Alles türmte nach links, ein großer Teil lag am Boden. Im Marschmarsch suchen wir fortzukommen. Allerdings hatte dieses Geschoß 4 ganz Leichtverwundete zu verzeichnen. In Beaurains machten wir Pause. Doch unsere Granaten kamen uns nachgesaust,  die aber weiter hinter uns sich in die Erde bohrten. Von Beaurains marschierten wir über Genvry nach Crisolles. Dort war die Kirche gesprengt, so daß der ganze Weg mit einem mächtigen Haufen Steine und Trümmern versperrt war. Allmählich merkte ich große Schlappheit in allen Knochen, namentlich die Schultern und Kniegelenke schmerzten. Seit August 1916 trug ich heute zum erstenmal wieder einen vollgepackten Affen. Über St. Martin kamen wir um ½ 5 Uhr in Quesny an, wo wir Quartier bezogen. Der 1. und 2. Zug kam in eine Kirche, der 3. auf einen Boden, in dessen Hause ich mit  Vzfldw. Fruns eine kleine Bude bewohnten. Nachdem Kaffee getrunken war, legte ich mich

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    ID
    17632 / 201156
    Source
    http://europeana1914-1918.eu/...
    Contributor
    Alexandra Bloch Pfister
    License
    http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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