Hedwig Nehlsen schreibt ihrem Mann Wilhelm an die Ostfront - 1916, item 53
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Görlitz, d. 28. 12. 16.
Mein lieber Willy!
Deine Briefe von den Feiertagen hab ich heute
morgen erhalten. Noch hast du keinen
Weihnachtsgruß von mir bekommen; das
tut mir so leid. Auch die späteren Päckchen
sind noch nicht in deinen Besitz gelangt. Und
ich hab sie doch gar nicht so spät abgeschickt.
Martas Pakete an Paul sind erst ca. 6 Tage
später abgesandt, während ich in der Klinik lag,
und Paul hat sie schon vor Weihnachten bekommen.
Ebenso hat Willy Frühsorge sein Paket von uns,
das mit deinem zugleich aufgegeben wurde,
schon am 19. erhalten und wir haben in den
Feiertagen schon Antwort von ihm dagehabt.
Hoffentlich hast du deine Pakete heute auch bekommen
Männele, du schreibst in deinen letzten Briefen
von ""viel Dienst", "wenig Zeit"; das fiel mir
schon ein paar Mal auf, da du doch früher schriebst,
du hättest sehr wenig Dienst. Bei Euch bereitet sich
doch nichts vor? Unterstände baut ihr in der Nähe.
Weißt du, Männele, man reimt sich allerlei zu-sammen, und weiß doch nicht, ob es so ist.
Wenn du kannst, schreib mir doch mal Näheres,
du weißt, Gewißheit tut wohl, auch wenn sie ernst
u.[nd] inhaltsschwer ist, - Zu Sylvester sind vielleicht Jaco-
bys bei uns. Ich hatte im Weihnachtsbrief von ihrem
Kommen geschrieben u.[nd] da bekamen wir von Eugen
heut eine Karte, wenn wir Tante Hete gern haben wollten
sollten wir sie nochmal per Karte oder Telefon einladen
er würde ihr zureden. Und da hab ich heute telefoniert.
Gut verstanden. Nun heißts abwarten ob sie kommen:Einfügung linker Rand:
Mama backt eben einen Kuchen mit Quark anstatt Butter, schmeckt fein.
Einfügung oberer Rand:
Ich würde mich freuen, wenn
sie kommen, eine Zerstreuung,
u. Abwechslung tut der Seele wohl u. verscheucht trübe Gedanken.
Nur sehr sehr schade ist es, daß du mein Lieb nicht kommen kannst
aber vielleicht ist
bald Frieden! Einen Kuß von deiner Hete.
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Görlitz, d. 28. 12. 16.
Mein lieber Willy!
Deine Briefe von den Feiertagen hab ich heute
morgen erhalten. Noch hast du keinen
Weihnachtsgruß von mir bekommen; das
tut mir so leid. Auch die späteren Päckchen
sind noch nicht in deinen Besitz gelangt. Und
ich hab sie doch gar nicht so spät abgeschickt.
Martas Pakete an Paul sind erst ca. 6 Tage
später abgesandt, während ich in der Klinik lag,
und Paul hat sie schon vor Weihnachten bekommen.
Ebenso hat Willy Frühsorge sein Paket von uns,
das mit deinem zugleich aufgegeben wurde,
schon am 19. erhalten und wir haben in den
Feiertagen schon Antwort von ihm dagehabt.
Hoffentlich hast du deine Pakete heute auch bekommen
Männele, du schreibst in deinen letzten Briefen
von ""viel Dienst", "wenig Zeit"; das fiel mir
schon ein paar Mal auf, da du doch früher schriebst,
du hättest sehr wenig Dienst. Bei Euch bereitet sich
doch nichts vor? Unterstände baut ihr in der Nähe.
Weißt du, Männele, man reimt sich allerlei zu-sammen, und weiß doch nicht, ob es so ist.
Wenn du kannst, schreib mir doch mal Näheres,
du weißt, Gewißheit tut wohl, auch wenn sie ernst
u.[nd] inhaltsschwer ist, - Zu Sylvester sind vielleicht Jaco-
bys bei uns. Ich hatte im Weihnachtsbrief von ihrem
Kommen geschrieben u.[nd] da bekamen wir von Eugen
heut eine Karte, wenn wir Tante Hete gern haben wollten
sollten wir sie nochmal per Karte oder Telefon einladen
er würde ihr zureden. Und da hab ich heute telefoniert.
Gut verstanden. Nun heißts abwarten ob sie kommen:Einfügung linker Rand:
Mama backt eben einen Kuchen mit Quark anstatt Butter, schmeckt fein.
Einfügung oberer Rand:
Ich würde mich freuen, wenn
sie kommen, eine Zerstreuung,
u. Abwechslung tut der Seele wohl u. verscheucht trübe Gedanken.
Nur sehr sehr schade ist es, daß du ... Lieb nicht kommen kannst
aber vielleicht ist
bald Frieden! Einen Kuß von deiner Hete.
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Mein lieber Willy!
Deine Briefe von den Feiertagen hab ich heute
morgen erhalten. Noch hast du keinen
Weihnachtsgruß von mir bekommen; das
tut mir so leid. Auch die

sind noch nicht in deinen Lesig gelangt. Und
ich hab sie doch gar nicht so
abgeschichtet.
Martas Pakete an Paul sind erst ca. 6 Tage
später abgesandt, während ich in der Klinik lag,
und Paul hat sie schon vor bekommen.
Ebenso hat Willy Frühsorge sein Paket von uns,
das mit deinem zugleich aufgegeben wurde,
schon am 19. erhalten und wir haben in den
Feiertagen schon Antwort von ihm dagehabt.
Hoffentlich hast du deine
heute auch bekommen
Männele, du schreibst in deinen letzten Briefen
von "
dienst", "wenig Zeit"; das fiel mir
schon ein paar Mal auf, da du auch früher schriebst,
du hättest sehr wenig Dienst. Bei Euch bereitet sich
das nichts vor? Unterstände baut ihr in der
.
Weißt du, Männele, man reimt sich allerlei zusammen,
und weißt doch nicht, ob es so ist.
Wenn du kannst, schreib mir doch mal Näheres,
du weißt, Gewißheit tut wohl, auch wenn sie ernst
u.[nd]
ist, - Zu
sind vielleicht 
bei uns. Ich hatte im Weihnachtsbrief von ihrem
Kommen geschrieben u.[nd] da bekamen wir von Eugen
heut eine Karte, wenn wir
gern haben wollten
sollten wir sie nochmal per Karte oder Telefon einladen
er würde ihr zureden. Und da hab ich heute telefoniert
gut verstanden. Nun heißts abwarten ob sie kommen:
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Görlitz
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- ID
- 16313 / 172958
- Contributor
- Eberhard Nehlsen
December 28, 1916
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