Tagebuch von Margarethe Wirringa, item 20
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wenden. Von dort wird ihnen dann welche
zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch
noch wohl etwas abliefern müssen !? Einige
Familien haben schon einen Schein
erhalten. Doch haben wir ja unsere Zimmer
alle vermietet u. hat's daher
so leicht keine Not. Am ? war Sport-
fest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik
ging abends wieder, begleitet von Groß u.
Klein nach dem Hospiz. Hanne
war hin. Musik u. Gesang hört man
jetzt oft. Jeden Sonntag ist Konzert auf
dem Marktplatz. Die Soldaten in der Kuranstalt
machen des Abends auch immer
schön Musik.
Donnerstag, den 15. August bis Montag, den 29. Oktober.
Seit dem 15. Aug. ist unser Johann hier. Er ist entlassen,
doch sicher nur vorläufig. Am 18.8.
ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firma.
Es gefällt ihm hier sehr gut. Hoffentlich
braucht er nicht mehr fort zum Militär.
Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir
von der 8. Komp. des Inftr. Regts. die tieftraurige
Nachricht, daß unser lieber Hinrich
seit dem 27. 9. im Gefecht vermißt werde.
Auf meine Anfrage schrieb der Feldw.[ebel]Leutnant
& Komp.führer, er sei mit mehreren anderen
Angehörigen von der Kompanie vermißt und
die Lage sei danach gewesen, daß er mit
hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in
engl. Gefangenschaft gekommen sei. Die
77-ger sollen ganz schlimm gelitten haben.
Es wurden in der letzten Zeit sehr viele als
vermißt gemeldet, auch von anderen Regimentern.
Durchschnittlich dauert es 7-8
rechte Seite
Wochen bis eine Nachricht aus der Gefangenschaft
eintrifft. Hinrich ist jetzt reichlich 4 Wochen
vermißt. Wir dürfen ja noch hoffen, daß er
noch lebt, es könnte aber ja auch möglich
sein, daß er verschüttet ist oder irgendwo
tot auf dem Schlachtfelde liegt. O, wie unsagbar
schrecklich - diese Gedanken! Seitdem
Hinrich vermißt ist, ist die Stimmung noch
trauriger wie zuvor. Ich bin ganz abgestumpft.
Die schweren Gedanken wollen
einen nicht verlassen. Sie sind immer
oben im Kopfe, von morgens bis spät
abends. Bei jeder Malzeit [sic!] gedenkt man
seiner, ebenso wenn man des Abends im
Bett liegt. Ja, die Sorgen & Gedanken
begleiten einen auf Schritt & Tritt. Hinrich
schrieb die letzte Karte vom 26.9., daß er
noch munter sei. Gerade an dem Sonntag,
wie wir die traurige Nachricht erhielten über
Hinrich, wollten wir uns einen gemütlichen
Abend machen, aber leider - des Nachmittags
bekamen wir den Kummer. Am Sonntag
vordem waren Vater & Mutter nach dem
Gemeindehause zum Lichtbildervortrag. Die
festgesetzte Fortsetzung der Schildburgnagelung
[Kriegsnagelung zur Kriegsfinanzierung: gegen eine Spende
wird ein Nagel in ein hölzernes Schild geschlagen]
konnte nicht mehr - des Zeitmangels halber - ausgeführt
werden. Am Geburtstag unseres
lieben Hindenburgs (2. Okt.) war des
Abends Fackelumzug durch 12
Straßen mit Regimentsmusik. Es war
wunderschön. Beim Rathause wurden 3 Stücke
gespielt. Darauf ging es nach dem
Marktplatze, wo es hieß: Helm ab zum
Gebet!
vertikal geschrieben Auch wurde dort gespielt ich bete an die Macht der Liebe.
Es war eine unheimliche Menschenmenge,
all die Soldaten, begleitet von
Groß & Klein. Als die Musik spielte
"Ich bin ein Deutscher, kennt ihr meine Farben",
da wurde es mir schwer ums Herz, meine
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wenden. Von dort wird ihnen dann welche
zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch
noch wohl etwas abliefern müssen !? Einige
Familien haben schon einen Schein
erhalten. Doch haben wir ja unsere Zimmer
alle vermietet u. hat's daher
so leicht keine Not. Am ? war Sport-
fest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik
ging abends wieder, begleitet von Groß u.
Klein nach dem Hospiz. Hanne
war hin. Musik u. Gesang hört man
jetzt oft. Jeden Sonntag ist Konzert auf
dem Marktplatz. Die Soldaten in der Kuranstalt
machen des Abends auch immer
schön Musik.
Donnerstag, den 15. August bis Montag, den 29. Oktober.
Seit dem 15. Aug. ist unser Johann hier. Er ist entlassen,
doch sicher nur vorläufig. Am 18.8.
ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firma.
Es gefällt ihm hier sehr gut. Hoffentlich
braucht er nicht mehr fort zum Militär.
Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir
von der 8. Komp. des Inftr. Regts. die tieftraurige
Nachricht, daß unser lieber Hinrich
seit dem 27. 9. im Gefecht vermißt werde.
Auf meine Anfrage schrieb der Feldw.[ebel]Leutnant
& Komp.führer, er sei mit mehreren anderen
Angehörigen von der Kompanie vermißt und
die Lage sei danach gewesen, daß er mit
hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in
engl. Gefangenschaft gekommen sei. Die
77-ger sollen ganz schlimm gelitten haben.
Es wurden in der letzten Zeit sehr viele als
vermißt gemeldet, auch von anderen Regimentern.
Durchschnittlich dauert es 7-8
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Wochen bis eine Nachricht aus der Gefangenschaft
eintrifft. Hinrich ist jetzt reichlich 4 Wochen
vermißt. Wir dürfen ja noch hoffen, daß er
noch lebt, es könnte aber ja auch möglich
sein, daß er verschüttet ist oder irgendwo
tot auf dem Schlachtfelde liegt. O, wie unsagbar
schrecklich - diese Gedanken! Seitdem
Hinrich vermißt ist, ist die Stimmung noch
trauriger wie zuvor. Ich bin ganz abgestumpft.
Die schweren Gedanken wollen
einen nicht verlassen. Sie sind immer
oben im Kopfe, von morgens bis spät
abends. Bei jeder Malzeit [sic!] gedenkt man
seiner, ebenso wenn man des Abends im
Bett liegt. Ja, die Sorgen & Gedanken
begleiten einen auf Schritt & Tritt. Hinrich
schrieb die letzte Karte vom 26.9., daß er
noch munter sei. Gerade an dem Sonntag,
wie wir die traurige Nachricht erhielten über
Hinrich, wollten wir uns einen gemütlichen
Abend machen, aber leider - des Nachmittags
bekamen wir den Kummer. Am Sonntag
vordem waren Vater & Mutter nach dem
Gemeindehause zum Lichtbildervortrag. Die
festgesetzte Fortsetzung der Schildburgnagelung
konnte nicht mehr - des Zeitmangels halber - ausgeführt
werden. Am Geburtstag unseres
lieben Hindenburgs (2. Okt.) war des
Abends Fackelumzug durch 12
Straßen mit Regimentsmusik. Es war
wunderschön. Beim Rathause wurden 3 Stücke
gespielt. Darauf ging es nach dem
Marktplatze, wo es hieß: Helm ab zum
Gebet!
vertikal geschrieben Auch wurde dort gespielt ich bete an die Macht der Liebe.
Es war eine unheimliche Menschenmenge,
all die Soldaten, begleitet von
Groß & Klein. Als die Musik spielte
"Ich bin ein Deutscher, kennt ihr meine Farben",
da wurde es mir schwer ums Herz, meine
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wenden. Von dort wird ihnen dann welche
zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch
noch wohl etwas abliefern müssen!? Eini-
ge Familien haben schon einen Schein
erhalten. Doch haben wir ja unsere Zim-
mer alle vermietet u. hat's daher
so leicht keine Not. Am ? war Sport-
fest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik
ging abends wieder, begleitet von Groß u.
Klein nach dem Hospiz. Hanne
war hin. Musik u. Gesagt hört man
jetzt oft. Jeden Sonntag ist Konzert auf
dem Marktplatz. Die Soldaten in der Kur-
anstalt machen des Abends auch immer
schön Musik.
Donnerstag, den 15. August bis Montag, den 29. Oktober
Seit dem 15. Aug. ist unser Johann hier. Er ist ent-
lassen, doch sicher nur vorläufig. Am 18.8.
ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firma.
Es gefällt ihm hier sehr gut. Hoffentlich
braucht er nicht mehr fort zum Militär.
Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir
von der 8. Komp. des Inftr. Regts. die tief-
traurige Nachricht, daß unser lieber Hinrich
seit dem 27. 9. im Gefecht vermißt werde.
Auf meine Anfrage schrieb der Feld(?)Leutnant
& Komp.führer, er sei mit mehreren anderen
Angehörigen von der Kompanie vermißt und
die Lage sei danach gewesen, daß er mit
hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in
engl. Gefangenschaft gekommen sei. Die
77-ger sollen ganz schlimm gelitten haben.
Es wurde in der letzten Zeit sehr viele als
vermißt gemeldet, auch von anderen Regi-
menten. Durchschnittlich dauert es 7-8
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Wochen bis eine Nachricht aus der Gefangen-
schaft eintrifft. Hinrich ist jetzt reichlich 4 Wochen
vermißt. Wir dürfen ja noch hoffen, daß er
noch lebt, es könnte aber ja auch möglich
sein, daß er verschüttet ist oder irgendwo
tot auf dem Schlachtfelde liegt. O, wie un-
sagbar schrecklich - diese Gedanken! Seitedem
Hinrich vermißt ist, ist die Stimmung noch
trauriger wie zuvor. Ich bin ganz abge-
stumpft. Die schweren Gedanken wollen
einen nicht verlassen. Sie sind immer
oben im Kopfe, von morgens bis spät
abends. Bei jeder Malzeit [sic!] gedenkt man
seiner, ebenso wenn man des Abends im
Bett liegt. Ja, die Sorgen & Gedanken
begleiten einen auf Schritt & Tritt. Hinrich
schrieb die letzte Karte vom 26.9., daß er
noch munter sei. Gerade an dem Sonntag,
wie wir die traurige Nachricht erhielten über
Hinrich, wollten wir uns einen gemütli-
chen Abend machen, aber leider - des Nachmittags
bekamen wir den Kummer. Am Sonntag
vordem waren Vater & Mutter nach dem Ge-
meindehause zum Lichtbildervortrag. Die fest-
gesetzte Fortsetzung der Schildburgnagelung
konnte nicht mehr - des Zeitmangel ... ausge-
führt wurden. Am Geburtstag unseres
lieben Hindenburgs (2. Okt.) war des
Abends Fackelumzug durch 12
Straßen mit Regimentsmusik. Es war
wunderschön. Beim Rathause wurden 3 Stücke
gespielt. Darauf ging es nach dem
Marktplatze, wo es hieß: Helm ab zum
Gebet!
vertikal geschrieben Auch wurde dort gespielt ich bete an die Macht der Liebe
Es war eine unheimliche Menschen-
menge, all die Soldaten, begleitet von
Groß & Klein. Als die Musik spielte
"Ich bin ein Deutscher, kennt ihr meine Farben",
da wurde es mir schwer ums Herz, meine
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zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch
noch wohl etwas abliefern müssen!? Eini-
ge Familien haben schon einen Schein
erhalten. Doch haben wir ja unsere Zim-
mer alle vermietet u. hat's daher
so leicht keine Not. Am ? war Sport-
fest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik
ging abends wieder, begleitet von Groß u.
Klein nach dem Hospiz. Hanne
war hin. Musik u. Gesagt hört man
jetzt oft. Jeden Sonntag ist Konzert auf
dem Marktplatz. Die Soldaten in der Kur-
anstalt machen des Abends auch immer
schön Musik.
Donnerstag, den 15. August bis Montag, den 29. Oktober
Seit dem 15. Aug. ist unser Johann hier. Er ist ent-
lassen, doch sicher nur vorläufig. Am 18.8.
ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firma.
Es gefällt ihm hier sehr gut. Hoffentlich
braucht er nicht mehr fort zum Militär.
Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir
von der 8. Komp. des Inftr. Regts. die tief-
traurige Nachricht, daß unser lieber Hinrich
seit dem 27. 9. im Gefecht vermißt werde.
Auf meine Anfrage schrieb der Feld(?)Leutnant
& Komp.führer, er sei mit mehreren anderen
Angehörigen von der Kompanie vermißt und
die Lage sei danach gewesen, daß er mit
hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in
engl. Gefangenschaft gekommen sei. Die
77-ger sollen ganz schlimm gelitten haben.
Es wurde in der letzten Zeit sehr viele als
vermißt gemeldet, auch von anderen Regi-
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Wochen bis eine Nachricht aus der Gefangen-
schaft eintrifft. Hinrich ist jetzt reichlich 4 Wochen
vermißt. Wir dürfen ja noch hoffen, daß er
noch lebt, es könnte aber ja auch möglich
sein, daß er verschüttet ist oder irgendwo
tot auf dem Schlachtfelde liegt. O, wie un-
sagbar schrecklich - diese Gedanken! Seitedem
Hinrich vermißt ist, ist die Stimmung noch
trauriger wie zuvor. Ich bin ganz abge-
stumpft. Die schweren Gedanken wollen
einen nicht verlassen. Sie sind immer
oben im Kopfe, von morgens bis spät
abends. Bei jeder Malzeit [sic!] gedenkt man
seiner, ebenso wenn man des Abends im
Bett liegt. Ja, die Sorgen & Gedanken
begleiten einen auf Schritt & Tritt. Hinrich
schrieb die letzte Karte vom 26.9., daß er
noch munter sei. Gerade an dem Sonntag,
wie wir die traurige Nachricht erhielten über
Hinrich, wollten wir uns einen gemütli-
chen Abend machen, aber leider - des Nachmittags
bekamen wir den Kummer. Am Sonntag
vordem waren Vater & Mutter nach dem Ge-
meindehause zum Lichtbildervortrag. Die fest-
gesetzte Fortsetzung der Schildburgnagelung
konnte nicht mehr - des Zeitmangel ... ausge-
führt wurden. Am Geburtstag unseres
lieben Hindenburgs (2. Okt.) war des
Abends Fackelumzug durch 12
Straßen mit Regimentsmusik. Es war
wunderschön. Beim Rathause wurden 3 Stücke
gespielt. Darauf ging es nach dem
Marktplatze, wo es hieß: Helm ab zum
Gebet!
vertikal geschrieben Auch wurde dort gespielt ich bete an die Macht der Liebe
Es war eine unheimliche Menschen-
menge, all die Soldaten, begleitet von
Groß & Klein. Als die Musik spielte
"Ich bin ein Deutscher, kennt ihr meine Farben",
da wurde es mir schwer ums Herz, meine
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wenden. Von dort wird ihnen dann welche
zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch
noch wohl etwas abliefern müssen!? Eini-
ge Familien haben schon einen Schein
erhalten. Doch haben wir ja unsere Zim-
mer alle vermietet u. hat's daher
so leicht keine Not. Am ? war Sport-
fest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik
ging abends wieder, begleitet von Groß u.
Klein nach dem Hospiz. Hanne
war hin. Musik u. Gesagt hört man
jetzt oft. Jeden Sonntag ist Konzert auf
dem Marktplatz. Die Soldaten in der Kur-
anstalt machen des Abends auch immer
schön Musik.
Donnerstag, den 15. August bis Montag, den 29. Oktober
Seit dem 15. Aug. ist unser Johann hier. Er ist ent-
lassen, doch sicher nur vorläufig. Am 18.8.
ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firma.
Es gefällt ihm hier sehr gut. Hoffentlich
braucht er nicht mehr fort zum Militär.
Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir
von der 8. Komp. des Inftr. Regts. die tief-
traurige Nachricht, daß unser lieber Hinrich
seit dem 27. 9. im Gefecht vermißt werde.
Auf meine Anfrage schrieb der Feld(?)Leutnant
& Komp.führer, er sei mit mehreren anderen
Angehörigen von der Kompanie vermißt und
die Lage sei danach gewesen, daß er mit
hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in
engl. Gefangenschaft gekommen sei. Die
77-ger sollen ganz schlimm gelitten haben.
Es wurde in der letzten Zeit sehr viele als
vermißt gemeldet, auch von anderen Regi-
menten. Durchschnittlich dauert es 7-8
right page
-
wenndenn. Von dort wird ihnen dann welche zugeschickt. Bettwäsche werden wir auch noch wohl etwas abliefern müssen!? Einige Familien haben schon einen Schein erhalten. Doch haben wir ja unsere zimmer alle vermietet u. hat's daher so leicht keine Not. Am ? wer Sportfest. Das Wetter war schön. Die Regts. - Musik ging abends wieder.
Seit dem 15.Aug.ist unser Johann hier. Er ist entlassen, doch sicher nur vorläufig. Am 18.8. ging er nach der Arbeit bei der Berliner Firmung . Es gefällt ihm sehr gut. Hoffentlich braucht er nicht mehr fort zum Militär. Am Sonntag, den 6. Okt. erhielten wir von der 8. Komp. das Inftr. Regts. die tieftraurige Nachricht, daß unser lieber Hinrich seit ddem 27. 9. im Gefecht vermißt werde. Auf meine Anfrage schrieb der Feld(?)Leutnant & Komp.führer, er sei mit mehreren anderen Angehörigen von der Kompanie vermißt und die Lage sei danach gewesen, daß er mit hoher Wahrscheinlichkeit unverwundet in engl. Gefangenschaft gekommen sei.
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Norderney
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- Contributor
- Johanna Senkowski
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