Heinrich Teut Eberhard berichtet von seinen Erlebnissen an der Westfront, item 29

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26.

halbe Nacht noch brannte. Meine Schnürschuhe stehen noch im

Unterstand, oben auf einem brett, sind nicht mehr herauszubekommen.

30 m weiter sind wieder 50 m Graben unter Wasser. Der Unter- ...stand

in dem ich gelegen habe ist voll Wasser. Jetzt bin ich ausquartiert.

Auf der anderen Seite des Unterstandes ist ein Loch

gegraben, dort sammelt sich das Wasser, unter dem Stroh, und

dann tritt 2 mal am Tage die gruppe an - Durch der Hände lange

Kette fliegt der Eimer - täglich werden etwa 100 Eimer Wasser

ausgefüllt und trotzdem lagen einige Leute mit dem Hintern

im Wasser, das durch das Stroh sickerte. Trotzdem, da ich in

der 7. Gruppe bin, bin ich mörderlich fidel gewesen, trotz

allen Elends. Durchfall vorbei, sonst geht es aich gut.

Schicht Insektenpulver, - Läusegefahr -. Ebenso frische Wäsche

Brustwärmer, Strümofe, Schokolade, Schinken etc. Pakete bis

27 erhalten.   ( Siehe Skizze )

No. 26.                                                                    Aubers, d. 15./1. 1915.

     Die gräben sind zum grossen Teil voll Wasser gelaufen.

Eine Patrouille hat festgestellt, oder will festgestellt haben,

dass es den Engländern wegen Wasser unmöglich ist, herüberzukommen.

Daher liegt jetzt statt der ganzen Kompagnie nur ein

Zug im Graben, ein zweiter in einem Hause 200 m hinter dem

Graben, ein dritter in einem Hause 800-1000 m hinter dem Graben.

Dann wird die ganze Kompagnie abgelöst und kommt drei

Tage nach Aubers in Ruhe. Auf diese Weise kommen wir nun alle

5 tage einmal 24 Stunden in den graben, müssen dann aber die

ganze Zeit auf Posten stehen. Doch das ist nicht so schlimm,

das kann man ganz gut aushalten. Mein Gesundheitszustand hat

sich erheblich gebessert, seit der Durchfall fort ist. Ich

fühle mich wieder ganz frisch und wohl. Die Wäsche ist mir

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26.

halbe Nacht noch brannte. Meine Schnürschuhe stehen noch im

Unterstand, oben auf einem brett, sind nicht mehr herauszubekommen.

30 m weiter sind wieder 50 m Graben unter Wasser. Der Unter- ...stand

in dem ich gelegen habe ist voll Wasser. Jetzt bin ich ausquartiert.

Auf der anderen Seite des Unterstandes ist ein Loch

gegraben, dort sammelt sich das Wasser, unter dem Stroh, und

dann tritt 2 mal am Tage die gruppe an - Durch der Hände lange

Kette fliegt der Eimer - täglich werden etwa 100 Eimer Wasser

ausgefüllt und trotzdem lagen einige Leute mit dem Hintern

im Wasser, das durch das Stroh sickerte. Trotzdem, da ich in

der 7. Gruppe bin, bin ich mörderlich fidel gewesen, trotz

allen Elends. Durchfall vorbei, sonst geht es aich gut.

Schicht Insektenpulver, - Läusegefahr -. Ebenso frische Wäsche

Brustwärmer, Strümofe, Schokolade, Schinken etc. Pakete bis

27 erhalten.   ( Siehe Skizze )

No. 26.                                                                    Aubers, d. 15./1. 1915.

     Die gräben sind zum grossen Teil voll Wasser gelaufen.

Eine Patrouille hat festgestellt, oder will festgestellt haben,

dass es den Engländern wegen Wasser unmöglich ist, herüberzukommen.

Daher liegt jetzt statt der ganzen Kompagnie nur ein

Zug im Graben, ein zweiter in einem Hause 200 m hinter dem

Graben, ein dritter in einem Hause 800-1000 m hinter dem Graben.

Dann wird die ganze Kompagnie abgelöst und kommt drei

Tage nach Aubers in Ruhe. Auf diese Weise kommen wir nun alle

5 tage einmal 24 Stunden in den graben, müssen dann aber die

ganze Zeit auf Posten stehen. Doch das ist nicht so schlimm,

das kann man ganz gut aushalten. Mein Gesundheitszustand hat

sich erheblich gebessert, seit der Durchfall fort ist. Ich

fühle mich wieder ganz frisch und wohl. Die Wäsche ist mir


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  • August 18, 2017 01:54:34 Tina Emm

    26.

    halbe Nacht noch brannte. Meine Schnürschuhe stehen noch im

    Unterstand, oben auf einem brett, sind nicht mehr herauszubekommen.

    30 m weiter sind wieder 50 m Graben unter Wasser. Der Unter- ...stand

    in dem ich gelegen habe ist voll Wasser. Jetzt bin ich ausquartiert.

    Auf der anderen Seite des Unterstandes ist ein Loch

    gegraben, dort sammelt sich das Wasser, unter dem Stroh, und

    dann tritt 2 mal am Tage die gruppe an - Durch der Hände lange

    Kette fliegt der Eimer - täglich werden etwa 100 Eimer Wasser

    ausgefüllt und trotzdem lagen einige Leute mit dem Hintern

    im Wasser, das durch das Stroh sickerte. Trotzdem, da ich in

    der 7. Gruppe bin, bin ich mörderlich fidel gewesen, trotz

    allen Elends. Durchfall vorbei, sonst geht es aich gut.

    Schicht Insektenpulver, - Läusegefahr -. Ebenso frische Wäsche

    Brustwärmer, Strümofe, Schokolade, Schinken etc. Pakete bis

    27 erhalten.   ( Siehe Skizze )

    No. 26.                                                                    Aubers, d. 15./1. 1915.

         Die gräben sind zum grossen Teil voll Wasser gelaufen.

    Eine Patrouille hat festgestellt, oder will festgestellt haben,

    dass es den Engländern wegen Wasser unmöglich ist, herüberzukommen.

    Daher liegt jetzt statt der ganzen Kompagnie nur ein

    Zug im Graben, ein zweiter in einem Hause 200 m hinter dem

    Graben, ein dritter in einem Hause 800-1000 m hinter dem Graben.

    Dann wird die ganze Kompagnie abgelöst und kommt drei

    Tage nach Aubers in Ruhe. Auf diese Weise kommen wir nun alle

    5 tage einmal 24 Stunden in den graben, müssen dann aber die

    ganze Zeit auf Posten stehen. Doch das ist nicht so schlimm,

    das kann man ganz gut aushalten. Mein Gesundheitszustand hat

    sich erheblich gebessert, seit der Durchfall fort ist. Ich

    fühle mich wieder ganz frisch und wohl. Die Wäsche ist mir


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  • 50.5953913||2.8254612000000634||

    Aubers, Frankreich

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  • Story location Aubers, Frankreich
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ID
10705 / 105170
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Beate Burckardt
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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