Tagebuchaufzeichnungen Reinhold Sieglerschmidt (5), item 94
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2/VII 17
Mein Herzenstrautli, immer in der
gleichen Weise fliesst das Leben vorbei.
Es geht mir gut, der Russe
schisst ein wenig mit Artillerie,
was uns aber weiter nicht gefährlich
wird, es regnet meist, zuweilen
wird es sehr heiss, kurz das Leben
ist inhaltlos bis auf ein wenig
Beschäftigung mit Philosophie
und - den Gedanken an Urlaub.
Er ist doch jetzt sehr nahe gerückt und
im Geheimen hofft man so fest.
Zur Beobachtung bin ich
noch nicht wieder gewesen. Vielleicht
in 5 Tagen komme ich wieder
herauf. Die Verpflegung - ich schrieb
es dir wohl schon - ist durchaus
auskömmlich.
...[next page]
Besorge doch bitte auf meinen Namen
ein Führungszeugnis bei dem für
uns zuständigen Polizeirevier und
schick es mir zu. Gib den Grund an,
wegen dessen ich es haben will: Beförderung
zum Reserve-Offizier.
Zur Vorsicht wiederhole ich: sieh bitte
im Adressbuch die Adresse des Generalmajors
Spalding nach und
schicke sie mir zu. Ist er z.D. oder
a.D. Es ist jedenfalls für mich vorteilhaft
ihn anzugeben.
Mein Herzenstrautli, in unendlicher Sehnsucht
bin ich dir nah. Tust du auch alles
für dich. Bleib uns stark und gesund,
du unser Mütterchen, unser Teuerstes.
Ich küsse dich tausendmal, du edles,
trautes Antlitz. Ob ich es bald in
Wirklichkeit kann?
Dein Reinholdich.
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2/VII 17
Mein Herzenstrautli, immer in der
gleichen Weise fliesst das Leben vorbei.
Es geht mir gut, der Russe
schisst ein wenig mit Artillerie,
was uns aber weiter nicht gefährlich
wird, es regnet meist, zuwelien
wird es sehr heiss, kurz das Leben
ist inhaltlos bis auf ein wenig
Beschäftigung mit Philosophie
und - den Gedanken an Urlaub.
Er ist doch jetzt sehr nahe gerückt und
im Geheimen hofft man so fort.
Zur Beobachtung bin ich
noch nicht wieder geswesen. Vielleicht
in 5 Tagen komme ich wieder
herauf. Die Verpflegung - ich schrieb
es dir wohl schon - ist durchaus
auskömmlich.
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Besorge doch bitte auf meinen Namen
ein Führungszeugnis bei dem für
uns zuständigen Polizeirevier und
schick es mir zu. Gib den Grund an,
wegen dessen ich es haben will: Beförderung
zum Reserve-Offizier.
Zur Vorsicht wiederhole ich: sieh bitte
im Adressbuch die Adresse des Generalmajors
Spalding nach und
schicke sie mir zu. Ist er z.D. oder
a.D. Es ist jedenfalls für mich vorteilhaft
ihn anzugeben.
Mein Herzenstrautli, in unendlicher Sehnsucht
bin ich dir nah. Tust du auch alles
für dich. Bleib uns stark und gesund,
du unser Mütterchen, unser Teuerstes.
Ich küsse dich tausendmal, du edles,
trautes Antlitz. Ob ich es bald in
Wirklichkeit kann?
Dein Reinholdich.
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bei Ploesti, Rumänien
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Story location bei Ploesti, Rumänien
- ID
- 841 / 4137
- Contributor
- Jörn Sieglerschmidt
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- Balkans
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