Kriegstagebuch von Walther Huth, item 36
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...linke Seite
um es vor Mund und Nase zu halten. Unser
Weg ging durch das Dorf P. bis an den Wald,
links ab, über einen Bach, an einer Hecke
längs, die einen Park begrenzte, hinein, dort
wurden die Flaschen in Unterstände gepackt,
die durch doppelte Eisenbahnschienen granatensicher
gemacht waren. 20m weiter hin fing die
Stellung der 248er an (27. Res. AK.). Sie
hatten einen tadellos ausgebauten Graben. Von
jeder Gruppe wachten 4 Mann, die übrigen lagen
in tadellosen Unterständen. 2 Std. Ablösung. Wir
schafften 200 Flaschen, Bleirohre und Decken, auch
Sandsäcke nach den Unterständen. Sobald der
Wind nach dem Feind zu weht, sollen die Flaschen,
immer 10 an einer Stelle, geöffnet
werden, das Gas (besser wohl die Säure), strömt
durch 4m lange Bleirohre aus und wandert
dicht auf dem Boden, etwa 1/2 m hoch, vorwärts.
Die Wirksamkeit beträgt 2 km. Alle Lebewesen
werden betäubt. Diese Arbeit dauerte bis 2 1/2 Uhr.
Bis an die Chaussee Gheluve - Ypern benutzten
wir die Eisenbahnwagen, die von Pferden
gezogen wurden, dann gings auf Schusters Rappen.
1/2 6 Uhr trafen wir in den Quartieren ein, hundemüde.
...rechte Seite
26. II. Bis 2 Uhr mittags geschlafen. Appell in
eiserner Ration.
1. III. In der Nacht war ein tolles Gewitter. 8 Uhr
Abmarsch zu einer Marschübung im Bataillon.
Wir marschierten in der Richtung auf Courtrai
(Wevelghem, Bisseghem, Marcke, Pauve Leuten,
Aelbeke, Tolpen hoek), scharf rechts über Reckem
zurück nach Menin, wo wir 1/2 2 Uhr eintrafen.
5 Uhr Vorstellung bei Herrn Oberst. Möbius und
ich sollten zu Etatsmäßigen befördert werden,
eine Anzahl (5) Kriegsfreiwillige Gefreite zu
Unteroffizieren, 2 Landstürmer ebenfalls,
dann eine Portion Freiwillige zu Gefreiten.
Ich führte die Abteilung.
2. III. Früh Exerzieren zu einer Besichtigung.
Montanus war mehr als nervös, und infolgedessen
vollständig verrückt. In der Erregung schlug er
einen mit dem Degen ins Genick. 12 Uhr mit
Gößler im Ordonnanzanzug Meldung auf dem
Bataillons-Geschäftszimmer. Nach langem vergeblichem
Warten entlassen. Zum Scheibenschießen
war es nun doch zu spät und ich leistete
Hagedorn auf der Schreibstube Gesellschaft.
3. III. Früh Besichtigung durch Herrn Major von
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...linke Seite
um es vor Mund und Nase zu halten. Unser
Weg ging durch das Dorf P. bis an den Wald,
links ab, über einen Bach, an einer Hecke
längs, die einen Park begrenzte, hinein, dort
wurden die Flaschen in Unterstände gepackt,
die durch doppelte Eisenbahnschienen granarensicher
gemacht waren. 20m weiter hin fing die
Stellung der 248er an (27. Res. AK.). Sie
hatten einen tadellos ausgebauten Graben. Von
jeder Gruppe wachten 4 Mann, die übrigen lagen
in tadellosen Unterständen. 2 Std. Ablösung. Wir
schafften 200 Flaschen, Bleirohre und Decken, auch
Sandsäcke nach den Unterständen. Sobald der
Wind nach dem feind zu weht, sollten die Flaschen,
immer 10 an einer Stelle, geöffnet
werden, das Gas (besser wohl die Säure), strömt
durch 4m lange Bleirohre aus und wandert
dicht auf dem Boden, etwa 1/2 m hoch, vorwärts.
Die Wirksamkeit beträgt 2 km. Alle Lebewesen
werden betäubt. Diese Arbeit dauerte bis 2 1/2 Uhr.
Bis an die Chaussee Gheluve - Ypern benutzten
wir die Eisenbahnwagen, die von Pferden
gezogen wurden, dann gings auf Schusters Rappen.
1/2 6 Uhr trafen wir in den Quartieren ein, hundemüde.
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26. II. Bis 2 Uhr mittags geschlafen. Appell in
eiserner Ration.
1. III. In der Nacht war ein tolles Gewitter. 8 Uhr
Abmarsch zu einer Marschübung im Bataillon.
Wir marschierten in der Richtung auf Courtrai
(Wevelghem, Bisseghem, Marcke, Pauve Leuten,
Aelbeke, Tolpen hoek), scharf rechts über Reckem
zurück nach Menin, wo wir 1/2 2 Uhr eintrafen.
5 Uhr Vorstellung bei Herrn Oberst. Möbius und
ich sollten zu Etatsmäßigen befördert werden,
eine Anzahl (5) Kriegsfreiwillige Gefreite zu
Unteroffizieren, 2 Landstürmer ebenfalls,
dann eine Portion Freiwillige zu Gefreiten.
Ich führte die Abteilung.
2. III. Früh Exerzieren zu einer Besichtigung.
Montanus war mehr als nervös, und infolgedessen
vollständig verrückt. In der Erregung schlug er
einen mit dem Degen ins Genick. 12 Uhr mit
Gößler im Ordonnanzanzug Meldung auf dem
Bataillons-Geschäftszimmer. Nach langem vergeblichem
Warten entlassen. Zum Scheibenschießen
war es nun doch zu spät und ich leistete
Hagedorn auf der Schreibstube Gesellschaft.
3. III. Früh Besichtigung durch Herrn Major von
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Save description- 50.8194776||3.2577263||
Kortrijk (Courtrai)
- 51.13054289999999||13.577913399999943||||1
Coswig (bei Dresden)
Location(s)
Story location Coswig (bei Dresden)
Document location Kortrijk (Courtrai)
- ID
- 2655 / 33581
- Contributor
- Friedrich-Carl Hoffmann
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- Western Front
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- Remembrance































































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