Gedicht "Die Helden von Passchendaele", item 2
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sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht ins Quartier.
Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.
(Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=
leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)
Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.
zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen
Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an
der Bahn Ypern- Roulers (südwestlich Passchendaele) galt
es auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte
Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=
zupflanzen. Trotzdem gelang es der waghalsigen Abteilung
(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)
des Leutnants Larsen, so wie es in den letzten Nächten erkun=
det war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den
Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=
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sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.
(Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=
leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)
Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.
zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen
Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an
der Bahn Ypern-
(südwestlich Passchendaele) galtes auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte
Trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=
zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung
(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)
des Leutnants
, so wie es in den letzten Nächten erfun=den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den
Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=
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sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.
Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=
leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)
Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.
zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen
Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an
der Bahn Ypern-
(südwestlich Passchendaele) galtes auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte
trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=
zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung
(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)
des Leutnants
, so wie es in den letzten Nächten erfun=den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den
Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche Feld=
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sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.
Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=
leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)
Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.
zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen
Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an
der Bahn Ypern-
(südwestlich Passchendaele) galtes auszuheben. Hell schien der Mond auf das versumpfte
trichterfeld, so daß es unmöglich war, das Seitengewehr auf=
zupflanzen. Trotzdem gellang es der waghalsigen Abteilung
(3 Leutnants, 4 Unteroffiziere, 1 Fahnenjunker, 29 Mann)
des Leutnants
, so wie es in den letzten Nächten erfun=den war, sich an den englischen Posten vorbei bis hinter den
Wellblechunterstand zu schleichen, in dem die feindliche
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durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
Kühne Aushebung einer Feldwache in Flandern.
Nach einem Bericht des Offizierkriegsberichterstatters Ober=
leutnant v. Heimberg u. dem anerkennenden Divisionsbefehl.)
Saarbrückener Stoßtrupps haben in der Nacht vom 21.
zun 22. Februar 1918 einen schönen Beweis unverwüstlichen
Angriffsgeistes gegeben. Eine englische Feldwache hart an
der Bahn Ypern-
(südwestlich Passchendaele) galtes auszuheben.
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sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
Hut ab vor Euch!" Und er lüftet dabei
den Helm, als ging es zum Mahle -
So zogen an ihrem Führer vorbei
die Helden von Passchendaele.
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- 47 -
sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
den Deutschen in Flanke und Rücken.
Da schallt es vom linken Flügel her:
"Seht dort der Unsren Bedrängnis!
Rechts um, Bataillon! Gefällt das Gewehr!
Wir wenden, es droht das Verhängnis!"
Sie stürmen ins Dorf. Der Engländer weicht.
Die Lücke wird wieder verriegelt,
die alte Linie wieder erreicht,
der Sieg der Deutschen besiegelt.
Die Ablösung kommt. Es geht

Wie dünn sind die Reihen geworden -!
"Bin stolz auch Euch," spricht der Führer hier,
"als trüg' ich den höchsten Orden!
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- 47 -
sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Hier hat der Tod mit eiserner Hand
eine stille Gasse geschaffen.
Kein Lebender schützt mehr des Dorfes Rand,
leicht scheints, hier den Sieg zu erraffen.
Schon sind sie im Dorf in aufrechten Reihn:
hier braucht sich keiner zu bücken,
dicht dringen sie durch die Straßen hinein
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- 47 -
sie achten auf die Fallenden nicht,
durchdringen die eisernen Schlossen.
Das Blut strömt dem Leutnant übers Gesicht,
Doch tapfer wird weitergeschossen.
Die Engländer kommen nicht näher heran,
vom Feuer niedergehalten.
Zur Linken aber stürmen sie an,
die schlammbedeckten Gestalten.
Description
Save description- 50.899689||3.020941099999959||||1
Passchendaele
Location(s)
Story location Passchendaele
- ID
- 20197 / 228964
- Contributor
- Gerd Schäfer
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- Western Front
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