Kriegstagebuch von Hans-Joachim Röhr aus Görlitz - Band 1, item 66
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S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Rupprecht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung 5./6. XI.1916
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verein mit den 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
Es galt nun am 8. Nov. die Kameraden abzulösen. Die 8. November
Grabeneinteilung war erfolgt und ich dem Gewehr des Gefreiten von der
Fecht (mit den Schützen Wüstmanns + Cunt) zugeteilt.
Im Laufe der Nacht wurde die Ablösung vollzogen. Es war ein
weiter Weg bis zur Stellung cr 3 Stunden zu laufen. Sternenlos
spannt sich der weite Himmel über die Erde. Hunderte von Menschen
wandelten vor + rückwärts und wurden dem geheimnisdunklen
Rachen der Nacht verschlungen. Häuser und Baumgruppen gleiten
vorüber, schwärzer noch als die Nacht. Einzelne Bäume in
phantastischen
Formen stehen am Wege.
Kolonnen die
gleichfalls nach vorne
eilen, rasseln
vorrüber, schwer
keuchen die
dampfenden Pferde,
ächzt das
Ledergespann und
schwer rollen die
Räder über Stein
und Stock. Lang,
endlos lang, sind
die Kolonnen
und nirgends
Foto 55:
Ein Kreuz am Wege von Bapaume
an der Strasse Bapaume-Cambrai
ein Fünkchen
Licht. Rollende
Berge und Ballen -
schütternd,
kniehende Eisenkasten
voll Granaten -
verhüllte Menschen,
die antreibend die
Arme in die Luft
strecken. Und dann
kaum ein Wort -
nur der starre
Wille - vorwärts !
-
S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Rupprecht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung 5./6. XI.1916
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verein mit den 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
Es galt nun am 8. Nov. die Kameraden abzulösen. Die 8. November
Grabeneinteilung war erfolgt und ich dem Gewehr des Gefreiten von der
Fecht (mit den Schützen Wüstmanns + Cunt) zugeteilt.
Im Laufe der Nacht wurde die Ablösung vollzogen. Es war ein
weiter Weg bis zur Stellung cr 3 Stunden zu laufen. Sternenlos
spannt sich der weite Himmel über die Erde. Hunderte von Menschen
wandelten vor + rückwärts und wurden dem geheimnisdunklen
Rachen der Nacht verschlungen. Häuser und Baumgruppen gleiten
vorüber, schwärzer noch als die Nacht. Einzelne Bäume in
phantastischen
Formen stehen am Wege.
Kolonnen die
gleichfalls nach vorne
eilen, rasseln
vorrüber, schwer
keuchen die
dampfenden Pferde,
ächzt das
Ledergespann und
schwer rollen die
Räder über Stein
und Stock. Lang,
endlos lang, sind
die Kolonnen
und nirgends
Foto 55:
Ein Kreuz am Wege von Bapaume
an der Strasse Bapaume-Cambrai
ein Fünkchen
Licht. Rollende
Berge und Ballen -
schütternd,
... Eisenkasten
voll Granaten -
verhüllte Menschen,
die antreibend die
Arme in die Luft
strecken, Und dann
kaum ein Wort -
nur der starre
Wille - vorwärts !
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S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Rupprecht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
5./6. XI. 1916
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verein mit den 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
8. November
Es galt nun am 8. Nov. die Kameraden abzulösen. Die
Grabeneinteilung war erfolgt und ich dem Gewehr des Gefreiten von der
Fecht (mit den Schützen Wüstmanns + Eunt) zugeteilt.
Im Laufe der Nacht wurde die Ablösung vollzogen. Es war ein
weiter Weg bis zur Stellung cr 3 Stunden zu laufen. Sternenlos
spannt sich der weite Himmel über die Erde. Hunderte von Menschen
wandelten vor + rückwärts und wurden dem geheimnisdunklen
Rachen der Nacht verschlungen. Häuser und Baumgruppen gleiten
vorüber, schwärzer noch als die Nacht. Einzelne Bäume in
phantastischen
Formen stehen am Wege.
Kolonnen die
gleichfalls nach vorne
eilen, rasseln
vorrüber, schwer
keuchen die
dampfenden Pferde,
ächzt das
Ledergespann und
schwer rollen die
Räder über Stein
und Stock. Lang,
endlos lang, sind
die Kolonnen
und nirgends
Foto 55:
Ein Kreuz am Wege von Bapaume
an der Strasse Bapaume-Cambrai
ein Fünkchen
Licht. Rollende
Berge und Ballen -
schütternd,
... Eisenkasten
voll Granaten -
verhüllte Menschen,
die antreibend die
Arme in die Luft
strecken, Und dann
kaum ein Wort -
nur der starre
Wille - vorwärts !
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S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Ruppreht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
5./6. XI. 1916
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verun mit dem 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
8. November
Es galt nun am 8.Nov. die Kameraden abzulösen. Die
Grabeneinteilung war erfolgt und ich dem Gewehr des Gefreiten von der
Fecht (mit den Schützen Weistmanns + Curt) zugeteilt.
Im Laufe der Nacht wurde die Ablösund vollzogen. Es war ein
weiter Weg bis zur Stellung ca 3 Stunden zu laufen. ...
spannt sich der weite Himmel über die Erde. Hunderte von Menschen
wandeltn vor + rückwärts und wurden dem geheimnisdunklen
Rucken der Nacht verschlungen. Häuser und Baumgerippen gleiten
vorüber, schwarzer noch als die Nacht. Einzelne Bäume in
phantastischen
Formen stehen am Wege.
Kolonen die
gleichfalls nach vorne
eilen, rasseln
vorrüber, schwer
keichen die
dampfenden Pferde,
rückt das
Lebergespann und
schwer rollen die
Räder über Stein
und Stock. Lang,
endlos lang, sind
die Kolonnen
und nirgends
Foto 55:
Ein Kreuz am Wege von Bapaume
an der Strasse Bapaume-Cambrai
ein Funkchen
Licht. Rollende
Berge und Ballen
schütternd,
... Eisenkasten
voll Granaten -
verhüllte Menschen,
die antreibend die
Arme in die Luft
strecken, Und dann
kaum ein Wort -
nur der starre
Wille - vorwärts!
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S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Ruppreht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
5./6. XI. 1916
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verun mit dem 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
8. November
Es galt nun am 8.Nov. die Kameraden abzulösen. Die
Grabeneinteilung war erfolgt und ich dem Gewehr des Gefreiten von der
Fecht (mit den Schützen Weistmanns + Curt) zugeteilt.
Im Laufe der Nacht wurde die Ablösund vollzogen. Es war ein
weiter Weg bis zur Stellung ca 3 Stunden zu laufen. ...
spannt sich der weite Himmel über die Erde. Hunderte von Menschen
wandeltn vor + rückwärts und wurden dem geheimnisdunklen
Rucken der Nacht verschlungen. Häuser und Baumgerippen gleiten
vorüber, schwarzer noch als die Nacht. Einzelne Bäume in
phantastischen
Formen stehen am Wege.
Kolonen die
gleichfalls nach vorne
eilen, rasseln
vorrüber, schwer
keichen die
dampfenden Pferde,
rückt das
Lebergespann und
schwer rollen die
Räder über Stein
und Stock. Lang,
endlos lang, sind
die Kolonnen
und nirgends
Foto 55:
Ein Kreuz am Wege von Bapaume
an der Strasse Bapaume-Cambrai
-
S. 112
Foto 54: S.K.H. Prinz Ruppreht v. Bayern
Generalfeldmarschall, Befehlshaber der I. Armee
Schlacht an der Somme.
-Ende-
5./6. XI. 1916
Wie bereits oben mitgeteilt, traf ich bei meiner
Wiederankunft in Velu vor der Kirche am 5. November auf
Abteilungen der 3. M.G. Kompagnie, welche bereit waren, in Stellung
zu gehen. Diese hatten noch am selben abend und am
6. Angriffe der Engländer abzuschlagen, d.h. sie griffen im
Verun mit dem 171ern, Sachsen, zum Gegenangriff mit ein,
und warfen den Feind aus den Einbruchsstellen mit
hinaus. Diese Kämpfe hatten den 171ern, wie den Engländern
viele Verluste gekostet, besonders Letztere liessen viele Tote zurück.
S. 113
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Görlitz
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Story location Görlitz
- ID
- 12796 / 168617
- Contributor
- Heike Knothe
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- Western Front
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