Mein Tagebuch (Kriegstagebuch), Josef Rust, item 65
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Die Sprengung.
Es war vorhergesagt, wir sprengen. Heiße
Arbeit hatte es die Bayern gekostet, bis
in die 2. Linie des Feindes zu untermi"
nieren. Tagelang hatten unsere Kompag"
nien geschafft, Sprengladung geschleppt und
blockiert. Es war eine Notsprengung
undd.h. wir mußten sprengen, sonst wären
wir gesprengt worden.
Nacht. Vom 1.- 2. Juli, ½ 12 Uhr. Alles in
die Unterstände, so hieß es auf unserer
Seite. Wir waren in 3. Linie, 300 m ent"
fernt von der Sprengung. Gegen ¼ 12
schleiche ich mich heraus. Ich stehe auf
meinem Postenstand, die Uhr in der Hand.
Jetzt ist es 12; Mitternacht. Da! - ein
dumpfes Grollen, die Erde hebt sich, ein
kurzer Ruck, die Erde tut sich auf;
eine schwarze Rauchwolke, schön voll und
rund, wie eine Kuppel, hausgroß, dann
ein Feuermeer, grün, gelb, rot und
blau, als wenn eine Kirche oder
ein großes Haus brennt. Einen Augen"
blick ist alles still, totenstill, dann
beginnen die Bombardements der Ar"
tillerie.
10./7. 16.
Abrücken in die Stellung Vimy"-Neu"
ville. Schöne Aussicht auf Lens hinter
uns und Mont St. Eloy" vor uns -
die beiden ersten Dörfer nichts wie
Trümmer. - Tags zuvor Parade! - -
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Die Sprengung.
Es war vorhergesagt, wir sprengen. Heiße
Arbeit hatte es die Bayern gekostet, bis
in die 2. Linie des Feindes zu unterminieren.
Tagelang hatten unsere Kompagnien
geschafft, Sprengladung geschleppt und
blockiert. Es war eine Notsprenung
d.h. wir mußten sprengen, sonst wären
wir gesprengt worden.
Nacht vom 1.- 2. Juli, ½ 12 Uhr. Alles in
die Unterstände, so hieß es auf unserer
Seite. Wir waren in 3. Linie, 300 m entfernt
von der Sprengung. Gegen ¼ 12
schleiche ich mich heraus. Ich stehe auf
meinem Postenstand, die Uhr in der Hand.
Jetzt ist es 12; Mitternacht. Da! - ein
dumpfes Grollen, die Erde hebt sich, ein
kurzer Ruck, die Erde tut sich auf;
eine schwarze Rauchwolke, schön voll und
rund, wie eine Kuppel, hausgroß, dann
ein Feuermeer, grün, gelb, rot und
blau, als wenn eine Kirche oder
ein großes Haus brennt. Einen Augenblick
ist alles still, totenstill, dann
beginnen die Bombardements der Artillerie.
10./7. 16.
Abrücken in die Stellung Viny-Neuville .
Schöne Aussicht auf Lens hinter
uns und Mont St. Elo
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Die Sprengung.
Es war vorhergesagt, wir sprengen. Heiße
Arbeit hatte es die Bayern gekostet, bis
in die 2. Linie des Feindes zu unterminieren.
Tagelang hatten unsere Kompagnien
geschafft, Sprengladung geschleppt und
blockiert. Es war eine Notsprenung
d.h. wir mußten sprengen, sonst wären
wir gesprengt worden.
Nacht vom 1.- 2. Juli, ½ 12 Uhr. Alles in
die Unterstände, so hieß es auf unserer
Seite. Wir waren in 3. Linie, 300 m entfernt
von der Sprengung. Gegen ¼ 12
schleiche ich mich heraus. Ich stehe auf
meinem Postenstand, die Uhr in der Hand.
Jetzt ist es 12; Mitternacht. Da! - ein
dumpfes Grollen
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Lens
- 51.910862631550685||8.373222219482386||||1
Gütersloh
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Story location Gütersloh
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- ID
- 2460 / 242823
- Contributor
- Josef Rust
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- Eastern Front
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- Remembrance


























































































































































































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