Kleiber Manuskript 01 - Vorwort - Pflanzenwelt Turkestans, item 15

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                                                                                                   15.

noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen        

Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

(Taf. 9./1a-bc.), der Mitte Mai zu blühen begann. Den

schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden      

Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

gut harmonierten; sie blieben bis zum folgenden Jahre hängen,

so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zu

finden waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

beweglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsoni (Tafel II./19,22.)

konstatieren. 

Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch bloß

in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

der höheren Tugai vegetation. 

Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

der Dornsträucher der Fliederdorn *) (Alhagi camelorum, russ. 

*) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe, 

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                                                                                                   15.

noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen        

Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

(Taf. 9./1a-bc.), der Mitte Mai zu blühen begann. Den

schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden      

Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

gut harmonierten; sie blieben bis zum folgenden Jahre hängen,

so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zu

finden waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

beweglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsoni (Tafel II./19,22.)

konstatieren. 

Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch bloß

in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

der höheren Tugai vegetation. 

Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

der Dornsträucher der Fliederdorn *) (Alhagi camelorum, russ. 

*) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe, 


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  • November 4, 2018 21:20:07 Gabriele Kister-Schuler

                                                                                                       15.

    noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

    Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

    Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen        

    Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

    der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

    dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

    bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

    (Taf. 9./1a-bc.), der Mitte Mai zu blühen begann. Den

    schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

    Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

    ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden      

    Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

    zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

    welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

    Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

    Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

    Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

    gut harmonierten; sie blieben bis zum folgenden Jahre hängen,

    so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zu

    finden waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

    an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

    Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

    duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

    konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

    beweglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsoni (Tafel II./19,22.)

    konstatieren. 

    Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

    des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch bloß

    in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

    der höheren Tugai vegetation. 

    Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

    der Dornsträucher der Fliederdorn *) (Alhagi camelorum, russ. 

    *) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe, 

  • October 21, 2018 19:02:29 Gabriele Kister-Schuler

                                                                                                       15.

    noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

    Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

    Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen        

    Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

    der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

    dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

    bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

    (Taf. 9./1a-bc.), der Mitte Mai zu blühen begann. Den

    schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

    Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

    ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden      

    Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

    zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

    welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

    Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

    Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

    Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

    gut harmonierten; sie blieben bis zum folgenden Jahre hängen,

    so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zu

    finden waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

    an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

    Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

    duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

    konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

    beweglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsoni (Tafel II./19,22.)

    konstatieren. 

    Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

    des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch bloß

    in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

    der höheren Tugai vegetation. 

    Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

    der Dornsträucher der Fliederdorn x) (Alhagi camelorum, russ. 

    x) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe, 


  • October 17, 2018 14:50:22 Johanna Rustler

                                                                                                       15.

    noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

    Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

    Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen         

    Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

    der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

    dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

    bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

    (Taf. 9./1a-bc.), der Mitte Mai zu blühen begann. Den              

    schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

    Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

    ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden           

    Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

    zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

    welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

    Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

    Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

    Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

    gut missing; sie blieben bis zum folgenden Jahre hängen,    

    so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zufinden

    waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

    an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

    Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

    duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

    konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

    beweglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsoni (Tafel II./19,22.)

    konstatieren.                                                                                                  

    Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

    des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch bloß

    in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

    der höheren Tugai vegetation.                                                             

    Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

    der Dornsträucher der Fliederdorn x) (Alhagi camelorum, russ. 

    x) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe, 


  • October 17, 2018 14:31:07 Johanna Rustler

                                                                                                       15.

    noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

    Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

    Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen         

    Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

    der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

    dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

    bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

    (Taf. 9./1a-bc.), der MItte Mai zu blühen begann. Den              

    schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

    Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

    ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden           

    Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

    zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

    welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

    Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

    Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

    Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

    gut missing; sie blieben bis zum Folgenden Jahre hängen,    

    so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zufinden

    waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

    an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

    Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

    duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

    konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

    bewglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsorni (Tafel II./19,22.)

    konstatieren.                                                                                                  

    Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

    des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch blos

    in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

    der höheren Tugai vegetation.                                                             

    Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

    der Dornsträucher der Fliederdorn x) (Alhagi camelorum, russ.  

    x) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe,


  • October 17, 2018 14:30:43 Johanna Rustler

                                                                                                  15.

    noch eine zweite Blüte an derselben Pflanze.

    Ein Teil der nordturkestanischen Steppen gehört zur Type der sogenannten

    Dornstrauchsteppen, weil große Areale von dornigen

    Sträuchern u. Halbsträuchern bestanden sind, die dem Pflanzenbild

    der Steppe ein charakteristisches Gepräge geben. Ein häufiger Vertreter 

    dieser Dornsträucher, der einen großen Teil unseres Steppenstreifs

    bestand, war ein ginsterartiger Schmetterlingsblütler 

    (Taf. 9./1a-bc.), der MItte Mai zu blühen begann. Den

    schönen, in verschiedenen Stärken karminroten - selten weißlichen - 

    Blüten, welche die dornigen, geraden Zweige dicht umhüllten entströmte

    ein schwacher, angenehmer Duft. Das Bild der blühenden

    Sträucher war wohl das Schönste, das der turkestanische Frühling

    zu bieten imstande war u. auch die einzige freundliche Farbenwirkung,

    welche die Steppe im Laufe des Jahres hervorbrachte. Aus den

    Blüten entwickelten sich zuerst grüne, später rötliche u. bei der

    Herbstreife braune, hartschalige Früchte, welche die Zweige in großen

    Mengen bedeckten u. mit dem bis zum Herbst grünen Laub

    gut missing; sie blieben bis zum Folgenden Jahre hängen,

    so daß nicht selten neue u. alte Schoten an einem Zweige zufinden

    waren. Im Spetember konnte ich allerdings sehr vereinzelt

    an manchen Sträuchern eine spärliche Nachtblüte beobachten.

    Zahlreiche Insekten schwirrten zur Hauptblütezeit um die

    duftenden Zweige; als ausschließlichen Bewohner des Steppenginsters

    konnte ich jedoch den sogenannten Turkestanbock, den 

    bewglichen, schwarz-roten Purpuricenus Jacobsorni (Tafel II./19,22.)

    konstatieren.                                                                                                  

    Verstreut in dem dornigen Buschwerk sowie als Einfassung

    des n:w Grenzweges fanden sich auch Dschiddas vor, jedoch blos

    in strauchiger Form; sie waren die einzigen restlichen Vertreter

    der höheren Tugai vegetation.                                                             

    Nach dem Steppenginster ist als zweiter charakteristischer Vertreter

    der Dornsträucher der Fliederdorn x) (Alhagi camelorum, russ.  

    x) wie ich ihn wegen seiner Fliederähnlichen Blüten benannt habe,


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20836 / 235783
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F&F
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http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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