Gedicht "Vergessen"
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Vergessen
Ich weiß ein Wort, mit reißendem Stoß will es die Seele mir fressen;
Es krallt sich fest, und es läßt mich nicht los, das grausige Wort "Vergessen"!
Vergessen ist, wie Schwert und Schild einst wogten auf blutiger Halde -
Vergessen ist das ragende Bild im Teutoburger Walde.
Vergessen ist, was uns groß gemacht im Wandel der tausend Jahre,
Der Held der Fehrbelliner Schlacht und sein grollendes " Exoriare "! .= erheben, aufstehen
Vergessen der Alte von Sanssouci und was er für Deutschland gewesen,
Als hätten von seinen Taten wir nie mit freudigem Stolze gelesen.
Vergessen sind Leipzig und Waterloo, von Nacht und Nebel bemeistert,
Und all das Edle, daran wir froh uns in goldenen Tagen begeistert.
Vergessen der Kaiser, eisgrau und alt, der neunzig Jahre durchmessen . .
Es liegt ein Grab im Sachsenwald - vergessen, vergessen, vergessen!
Vergessen ist, was wir selber gesehen vom Nordmeer bis zu den Karpathen,
Bei Tannenberg das große Geschehn, der Brüder unsterbliche Taten.
Und Sieg um Sieg vier Jahre lang, wir sahen sie freudetrunken;
Nun sind sie ohne Sang und Klang vergessen, verschollen, versunken!
Vergessen der Stolz und der männliche Mut, vergessen der Ruhm und die Ehre!
Vergessen das heilige, rote Blut der todesmutigen Heere!
Die Tage tanzen in rasender Flucht - wir sind vom Teufel besessen,
Und Ordnung und Sitte und Treue und Zucht, vergessen sind sie, vergessen!
Und der grinsende Feind höhnt uns ins Gesicht und lacht der heiligen Rechte;
Den Herrn spielt jeder freche Wicht, und wir sind seine Knechte! - - -
O Deutschland, wo blieb dein eisern Geschlecht, du ragendes Volk der Erde!
Du übst dich wie ein geborener Knecht in knechtischer Gebärde.
In Stücke reißt dich der taumelnde Feind, da du dich selber verloren,
Da du, einst herrlich und stolz geeint, dich blöder Zwietracht verschworen.
Ich aber weiß: es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln,
Da steigst du auf aus dem Sarkophag, da wird der Ekel dich schütteln.
Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten;
Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten!
Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich messen!
Und was der Feind uns angetan, das sei ihm nicht vergessen!
Paul Warncke
Aus dem Kladderadatsch.
Vor Nachdruck gesetzlich geschützt.
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Vergessen
Ich weiß ein Wort, mit reißendem Stoß will es die Seele mir fressen;
Es krallt sich fest, und es läßt mich nicht los, das grausige Wort "Vergessen"!
Vergessen ist, wie Schwert und Schild einst wogten auf blutiger Halde -
Vergessen ist das ragende Bild im Teutoburger Walde.
Vergessen ist, was uns groß gemacht im Wandel der tausend Jahre,
Der Held der Fehrbelliner Schlacht und sein grollendes " Exoriare "!
Vergessen der Alte von Sanssouci und was er für Deutschland gewesen,
Als hätten von seinen Taten wir nie mit freudigem Stolze gelesen.
Vergessen sind Leipzig und Waterloo, von Nacht und Nebel bemeistert,
Und all das Edle, daran wir froh uns in goldenen Tagen begeistert.
Vergessen der Kaiser, eisgrau und alt, der neunzig Jahre durchmessen . .
Es liegt ein Grab im Sachsenwald - vergessen, vergessen, vergessen!
Vergessen ist, was wir selber gesehen vom Nordmeer bis zu den Karpathen,
Bei Tannenberg das große Geschehn, der Brüder unsterbliche Taten.
Und Sieg um Sieg vier Jahre lang, wir sahen sie freudetrunken;
Nun sind sie ohne Sang und Klang vergessen, verschollen, versunken!
Vergessen der Stolz und der männliche Mut, vergessen der Ruhm und die Ehre!
Vergessen das heilige, rote Blut der todesmutigen Heere!
Die Tage tanzen in rasender Flucht - wir sind vom Teufel besessen,
Und Ordnung und Sitte und Treue und Zucht, vergessen sind sie, vergessen!
Und der grinsende Feind höhnt uns ins Gesicht und lacht der heiligen Rechte;
Den Herrn spielt jeder freche Wicht, und wir sind seine Knechte! - - -
O Deutschland, wo blieb dein eisern Geschlecht, du ragendes Volk der Erde!
Du übst dich wie ein geborener Knecht in knechtischer Gebärde.
In Stücke reißt dich der taumelnde Feind, da du dich selber verloren,
Da du, einst herrlich und stolz geeint, dich blöder Zwietracht verschworen.
Ich aber weiß: es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln,
Da steigst du auf aus dem Sarkophag, da wird der Ekel dich schütteln.
Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten;
Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten!
Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich messen!
Und was der Feind uns angetan, das sei ihm nicht vergessen!
Paul Warncke
Aus dem Kladderadatsch.
Vor Nachdruck gesetzlich geschützt.
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Vergessen
Ich weiß ein Wort, mit reißendem Stoß will es die Seele mir fressen;
Es krallt sich fest, und es läßt mich nicht los, das grausige Wort "Vergessen"!
Vergessen ist, wie Schwert und Schild einst wogten auf blutiger Halde -
Vergessen ist das ragende Bild im Teutoburger Walde.
Vergessen ist, was uns groß gemacht im Wandel der tausend Jahre,
Der Held der Fehrbelliner Schlacht und sein grollendes " Exoriare "!
Vergessen der Alte von Sanssouci und was er für Deutschland gewesen,
Als hätten von seinen Taten wir nie mit freudigem Stolze gelesen.
Vergessen sind Leipzig und Waterloo, von Nacht und Nebel bemeistert,
Und all das Edle, daran wir froh uns in goldenen Tagen begeistert.
Vergessen der Kaiser, eisgrau und alt, der neunzig Jahre durchmessen . .
Es liegt ein Grab im Sachsenwald - vergessen, vergessen, vergessen!
Vergessen ist, was wir selber gesehen vom Nordmeer bis zu den Karpathen,
Bei Tannenberg das große Geschehn, der Brüder unsterbliche Taten.
Und Sieg um Sieg vier Jahre lang, wir sahen sie freudetrunken;
Nun sind sie ohne Sang und Klang vergessen, verschollen, versunken!
Vergessen der Stolz und der männliche Mut, vergessen der Ruhm und die Ehre!
Vergessen das heilige, rote Blut der todesmutigen Heere!
Die Tage tanzen in rasender Flucht - wir sind vom Teufel besessen,
Und Ordnung und Sitte und Treue und Zucht, vergessen sind sie, vergessen!
Und der grinsende Feind höhnt uns ins Gesicht und lacht der heiligen Rechte;
Den Herrn spielt jeder freche Wicht, und wir sind seine Knechte! - - -
O Deutschland, wo blieb dein eisern Geschlecht, du ragendes Volk der Erde!
Du übst dich wie ein geborener Knecht in knechtischer Gebärde.
In Stücke reißt dich der taumelnde Feind, da du dich selber verloren,
Da du, einst herrlich und stolz geeint, dich blöder Zwietracht verschworen.
Ich aber weiß: es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln,
Da steigst du auf aus dem Sarkophag, da wird der Ekel dich schütteln.
Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten;
Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten!
Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich messen!
Und was der Feind uns angetan, das sei ihm nicht vergessen!
Paul Warncke
Aus dem Kladderadatsch.
Vor Nachdruck gesetzlich geschützt.
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Vergessen
Ich weiß ein Wort, mit reißendem Stoß will es die Seele mir fressen;
Es krallt sich fest, und es läßt mich nicht los, das grausige Wort "Vergessen"!
Vergessen ist, wie Schwert und Schild einst wogten auf blutiger Halde -
Vergessen ist das ragende Bild im Teutoburger Walde.
Vergessen ist, was uns groß gemacht im Wandel der tausend Jahre,
Der Held der Fehrbelliner Schlacht und sein grollendes " Exoriare "!
Vergessen der Alte von Sanssouci und was er für Deutschland gewesen,
Als hätten von seinen Taten wir nie mit freudigem Stolze gelesen.
Vergessen sind Leipzig und Waterloo, von Nacht und Nebel bemeistert,
Und all das Edle, daran wir froh uns in goldenen Tagen begeistert.
Vergessen der Kaiser, eisgrau und alt, der neunzig Jahre durchmessen . .
Es liegt ein Grab im Sachsenwald - vergessen, vergessen, vergessen!
Vergessen ist, was wir selber gesehen vom Nordmeer bis zu den Karpathen,
Bei Tannenberg das große Geschehn, der Brüder unsterbliche Taten.
Und Sieg um Sieg vier Jahre lang, wir sahen sie freudetrunken;
Nun sind sie ohne Sang und Klang vergessen, verschollen, versunken!
Vergessen der Stolz und der männliche Mut, vergessen der Ruhm und die Ehre!
Vergessen das heilige, rote Blut der todesmutigen Heere!
Die Tage tanzen in rasender Flucht - wir sind vom Teufel besessen,
Und Ordnung und Sitte und Treue und Zucht, vergessen sind sie, vergessen!
Und der grinsende Feind höhnt uns ins Gesicht und lacht der heiligen Rechte;
Den Herrn spielt jeder freche Wicht, und wir sind seine Knechte! - - -
O Deutschland, wo blieb dein eisern Geschlecht, du ragendes Volk der Erde!
Du übst dich wie ein geborener Knecht in knechtischer Gebärde.
In Stücke reißt dich der taumelnde Feind, da du dich selber verloren,
Da du, einst herrlich und stolz geeint, dich blöder Zwietracht verschworen.
Ich aber weiß: es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln,
Da steigst du auf aus dem Sarkophag, da wird der Ekel dich schütteln.
Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten;
Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten!
Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich messen!
Und was der Feind uns angetan, das sei ihm nicht vergessen!
Aus dem Kladderadatsch.
Vor Nachdruck gesetzlich geschützt.
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Vergessen
Ich weiß ein Wort, mit reißendem Stoß will es die Seele mir fressen;
Es krallt sich fest, und es läßt mich nicht los, das grausige Wort "Vergessen"!
Vergessen ist, wie Schwert und Schild einst wogten auf blutiger Halde -
Vergessen ist das ragende Bild im Teutoburger Walde.
Vergessen ist, was uns groß gemacht im Wandel der tausend Jahre,
Der Held der Fehrbelliner Schlacht und sein grollendes " Exoriare "!
Vergessen der Alte von Sanssouci und was er für Deutschland gewesen,
Als hätten von seinen Taten wir nie mit freudigem Stolze gelesen.
Vergessen sind Leipzig und Waterloo, von Nacht und Nebel bemeistert,
Und all das Edle, daran wir froh uns in goldenen Tagen begeistert.
Vergessen der Kaiser, eisgrau und alt, der neunzig Jahre durchmessen . .
Es liegt ein Grab im Sachsenwald - vergessen, vergessen, vergessen!
Vergessen ist, was wir selber gesehen vom Nordmeer bis zu den Karpathen,
Bei Tannenberg das große Geschehn, der Brüder unsterbliche Taten.
Und Sieg um Sieg vier Jahre lang, wir sahen sie freudetrunken;
Nun sind sie ohne Sang und Klang vergessen, verschollen, versunken!
Vergessen der Stolz und der männliche Mut, vergessen der Ruhm und die Ehre!
Vergessen das heilige, rote Blut der todesmutigen Heere!
Die Tage tanzen in rasender Flucht - wir sind vom Teufel besessen,
Und Ordnung und Sitte und Treue und Zucht, vergessen sind sie, vergessen!
Und der grinsende Feind höhnt uns ins Gesicht und lacht der heiligen Rechte;
Den Herrn spielt jeder freche Wicht, und wir sind seine Knechte! - - -
O Deutschland, wo blieb dein eisern Geschlecht, du ragendes Volk der Erde!
Du übst dich wie ein geborener Knecht in knechtischer Gebärde.
In Stücke reißt dich der taumelnde Feind, da du dich selber verloren,
Da du, einst herrlich und stolz geeint, dich blöder Zwietracht verschworen.
Ich aber weiß: es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln,
Da steigst du auf aus dem Sarkophag, da wird der Ekel dich schütteln.
Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten;
Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten!
Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich messen!
Und was der Feind uns angetan, das sei ihm nicht vergessen!
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