Erinnerungen des Grenadiers Otto Reipert an den Weltkrieg, item 80

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 linke Seite  157

Nicht weniger als 12 Knochensplitter

sind mir hier entfernt worden, ohne

Narkose oder sonstiger Betäubung,

durch den enormen Blutverlust war

ich derart geschwächt, daß ich wie

ein kleines Kind aufgepäppelt wurde.

Ich bekam das schönste [sic] und beste [sic],

und kam dadurch wieder langsam zu 

Kräften. Nur die sehr starken 

Eiterungen wollten nicht nachlassen,

es wurde immer schlimmer.

6 Gummi-  ... wurden mir

schon täglich durch den Arm gezogen

und immer neue Abzesse [sic] bildeten

sich. Eines Tages griff der Oberarzt

zum letzten Mittel, daß [sic] ihm 

zur Verfügung stand, er durchschnitt

einfach die Hauptader und ließ 

den Arm 4 Stunden lang bluten.

Das war auch jedenfalls meine

Rettung. Denn die Eiterungen nahmen

ab und der Arm schwoll langsam

ab. Der Oberarzt, alle Schwestern

und ich, alle waren wir glücklich

darüber, daß der Tag auf unserer

 rechte Seite  158.

Seit lag. Vier Monate lang

waren es jeden Tag furchtbare

Schmerzen, die ich auszuhalten hatte.

Aber das schönste Weihnachtsfest, welches

ich je erlebte, war das in diesem

Lazarett.


Als Anfang 1917 Amerika sich

aktiv am Weltkrieg beteiligte

und Deutschland als Letzter auch noch

den Krieg erklärte, wurde dieses

Lazarett, eins der besten in Deutschland

aufgelöst. Wir Insassen  53

an Zahl, die übergroße Zahl in München

zuhause [sic] wurden verlegt und

kamen in ein Heimat-Lazarett.

Am 4. Jan. 1917 kam ich nach

Berlin und wurde in das Vereins-

Lazarett "Dominikaner-Convent"

Bln. Oldenburgerstr. 46, ein katholisches

Kloster überwiesen. Es stand unter

der Leitung des Sanitätsrates

Dr. v. Manger. Der Heilungsprozeß

war nun schon weit vorgeschritten,

sodaß nur die Einschuß


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 linke Seite  157

Nicht weniger als 12 Knochensplitter

sind mir hier entfernt worden, ohne

Narkose oder sonstiger Betäubung,

durch den enormen Blutverlust war

ich derart geschwächt, daß ich wie

ein kleines Kind aufgepäppelt wurde.

Ich bekam das schönste [sic] und beste [sic],

und kam dadurch wieder langsam zu 

Kräften. Nur die sehr starken 

Eiterungen wollten nicht nachlassen,

es wurde immer schlimmer.

6 Gummi-  ... wurden mir

schon täglich durch den Arm gezogen

und immer neue Abzesse [sic] bildeten

sich. Eines Tages griff der Oberarzt

zum letzten Mittel, daß [sic] ihm 

zur Verfügung stand, er durchschnitt

einfach die Hauptader und ließ 

den Arm 4 Stunden lang bluten.

Das war auch jedenfalls meine

Rettung. Denn die Eiterungen nahmen

ab und der Arm schwoll langsam

ab. Der Oberarzt, alle Schwestern

und ich, alle waren wir glücklich

darüber, daß der Tag auf unserer

 rechte Seite  158.

Seit lag. Vier Monate lang

waren es jeden Tag furchtbare

Schmerzen, die ich auszuhalten hatte.

Aber das schönste Weihnachtsfest, welches

ich je erlebte, war das in diesem

Lazarett.


Als Anfang 1917 Amerika sich

aktiv am Weltkrieg beteiligte

und Deutschland als Letzter auch noch

den Krieg erklärte, wurde dieses

Lazarett, eins der besten in Deutschland

aufgelöst. Wir Insassen  53

an Zahl, die übergroße Zahl in München

zuhause [sic] wurden verlegt und

kamen in ein Heimat-Lazarett.

Am 4. Jan. 1917 kam ich nach

Berlin und wurde in das Vereins-

Lazarett "Dominikaner-Convent"

Bln. Oldenburgerstr. 46, ein katholisches

Kloster überwiesen. Es stand unter

der Leitung des Sanitätsrates

Dr. v. Manger. Der Heilungsprozeß

war nun schon weit vorgeschritten,

sodaß nur die Einschuß



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  • June 11, 2018 17:56:03 Beate Jochem

     linke Seite  157

    Nicht weniger als 12 Knochensplitter

    sind mir hier entfernt worden, ohne

    Narkose oder sonstiger Betäubung,

    durch den enormen Blutverlust war

    ich derart geschwächt, daß ich wie

    ein kleines Kind aufgepäppelt wurde.

    Ich bekam das schönste [sic] und beste [sic],

    und kam dadurch wieder langsam zu 

    Kräften. Nur die sehr starken 

    Eiterungen wollten nicht nachlassen,

    es wurde immer schlimmer.

    6 Gummi-  ... wurden mir

    schon täglich durch den Arm gezogen

    und immer neue Abzesse [sic] bildeten

    sich. Eines Tages griff der Oberarzt

    zum letzten Mittel, daß [sic] ihm 

    zur Verfügung stand, er durchschnitt

    einfach die Hauptader und ließ 

    den Arm 4 Stunden lang bluten.

    Das war auch jedenfalls meine

    Rettung. Denn die Eiterungen nahmen

    ab und der Arm schwoll langsam

    ab. Der Oberarzt, alle Schwestern

    und ich, alle waren wir glücklich

    darüber, daß der Tag auf unserer

     rechte Seite  158.

    Seit lag. Vier Monate lang

    waren es jeden Tag furchtbare

    Schmerzen, die ich auszuhalten hatte.

    Aber das schönste Weihnachtsfest, welches

    ich je erlebte, war das in diesem

    Lazarett.


    Als Anfang 1917 Amerika sich

    aktiv am Weltkrieg beteiligte

    und Deutschland als Letzter auch noch

    den Krieg erklärte, wurde dieses

    Lazarett, eins der besten in Deutschland

    aufgelöst. Wir Insassen  53

    an Zahl, die übergroße Zahl in München

    zuhause [sic] wurden verlegt und

    kamen in ein Heimat-Lazarett.

    Am 4. Jan. 1917 kam ich nach

    Berlin und wurde in das Vereins-

    Lazarett "Dominikaner-Convent"

    Bln. Oldenburgerstr. 46, ein katholisches

    Kloster überwiesen. Es stand unter

    der Leitung des Sanitätsrates

    Dr. v. Manger. Der Heilungsprozeß

    war nun schon weit vorgeschritten,

    sodaß nur die Einschuß


  • June 11, 2018 17:55:13 Beate Jochem

     linke Seite  157

    Nicht weniger als 12 Knochensplitter

    sind mir hier entfernt worden, ohne

    Narkose oder sonstiger Betäubung,

    durch den enormen Blutverlust war

    ich derart geschwächt, daß ich wie

    ein kleines Kind aufgepäppelt wurde.

    Ich bekam das schönste [sic] und beste [sic],

    und kam dadurch wieder langsam zu 

    Kräften. Nur die sehr starken 

    Eiterungen wollten nicht nachlassen,

    es wurde immer schlimmer.

    6 Gummi-  ... wurden mir

    schon täglich durch den Arm gezogen

    und immer neue Abzesse [sic] bildeten

    sich. Eines Tages griff der Oberarzt

    zum letzten Mittel, daß [sic] ihm 

    zur Verfügung stand, er durchschnitt

    einfach die Hauptader und ließ 

    den Arm 4 Stunden lang bluten.

    Das war auch jedenfalls meine

    Rettung. Denn die Eiterungen nahmen

    ab und der Arm schwoll langsam

    ab. Der Oberarzt, alle Schwestern

    und ich, alle waren wir glücklich

    darüber, daß der Tag auf unserer

     rechte Seite  158.

    Seit lag. Vier Monate lang

    waren es jeden Tag furchtbare

    Schmerzen, die ich auszuhalten hatte.

    Aber das schönste Weihnachtsfest, welches

    ich je erlebte, war das in diesem

    Lazarett.


    Als Anfang 1917 Amerika sich

    aktiv am Weltkrieg beteiligte

    und Deutschland als Letzter auch noch

    den Krieg erklärte, wurde dieses

    Lazarett, eins der besten in Deutschland

    aufgelöst. Wir Insassen  53

    an Zahl, die übergroße Zahl in München

    zuhause [sic] wurden verlegt und

    kamen in ein Heimat-Lazarett.

    Am 4. Jan. 1917 kam ich nach

    Berlin und wurde in das Vereins-

    Lazarett "Dominikaner-Convent"

    Bln. Oldenburgerstr. 46, ein katholisches

    Kloster überwiesen. Es stand unter

    der Leitung des Sanitätsrates

    Dr. v. Manger. Der Heilungsprozeß

    war nun schon weit vorgeschritten,

    sadsß nur die Einschuß



  • June 11, 2018 17:41:40 Beate Jochem

     linke Seite  157

    Nicht weniger als 12 Knochensplitter

    sind mir hier entfernt worden, ohne

    Narkose oder sonstiger Betäubung,

    durch den enormen Blutverlust war

    ich derart geschwächt, daß ich wie

    ein kleines Kind aufgepäppelt wurde.

    Ich bekam das schönste [sic] und beste [sic],

    und kam dadurch wieder langsam zu 

    Kräften. Nur die sehr starken 

    Eiterungen wollten nicht nachlassen,

    es wurde immer schlimmer.

    6 Gummi-  ... wurden mir

    schon täglich durch den Arm gezogen

    und immer neue Abzesse [sic] bildeten

    sich. Eines Tages griff der Oberarzt

    zum letzten Mittel, daß ihm

    zur Verfügung stand, er durchschnitt

    einfach die Hauptader und ließ 

    den Arm 4 Stunden lang bluten.

    Das war auch jedenfalls meine

    Rettung. Denn die Eiterungen nahmen

    ab und de Arm schwoll langsam

    ab. De Oberarzt, alle Schwestern

    und ich, alle waren wir glücklich

    darüber, daß der Tag auf unserer

     rechte Seite  158.

    Seit lag. Vier Monate lang

    waren es jeden Tag furchtbare

    Schmerzen, die ich auszuhalten hatte.

    Aber das schönste Weihnachtsfest, welches

    ich je erlebte, war das in diesem

    Lazarett.


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  • 49.21491409999999||5.43185189999997||

    Erstürmung des Forts Douaumont am 20. Mai 1916

    ||1
Location(s)
  • Story location Erstürmung des Forts Douaumont am 20. Mai 1916
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ID
12558 / 158730
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Günter Reipert
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


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