Tagebuch "G38" - Die Revolution 1918 in Kiel, item 11
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item 11
17
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. - Wir Offizier [sic] blieben noch etwa
bis ½ 2 h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurde geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
18
und zu frühstücken. Später fing ich
an meine Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, diese schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der einzelnen zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ch. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen [sic] sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
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draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. - Wir Offizier [sic] blieben noch etwa
bis ½ 2 h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurde geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
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und zu frühstücken. Später fing ich
an meine Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, diese schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der einzelnen zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ch. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen [sic] sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
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draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. - Wir Offizier blieben noch etwa
bis 1/2 2 h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
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und zu frühstücken. Später fing ich
an meine Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, diese schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
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draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. - Wir Offizier blieben noch etwa
bis 1/2 2 h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
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und zu frühstücken. Später fing ich
an miene Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, dieser schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. - Wir Offizier blieben noch etwa
bis 1/2 2 h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
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und zu frühstücken. Später fing ich
an miene Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, dieser schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch

bis 1/2 2h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
- 18 -
und zu frühstücken. Später fing ich
an miene Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, dieser schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch

bis 1/2 2h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
- 18 -
und zu frühstücken. Später fing ich
an miene Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, dieser schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie trugen sahen wie
Blut aus. Einer von Ihnen sagte
mit frecher und herausfordernder
Stimme: "Meine Herrn ich mache Sie
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch

bis 1/2 2h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach, daß man
nicht an Schlaf denken konnte. Der
Morgen sollte uns fürchterliches bringen.
Ich stand um 7h auf ging zunächst
auf "38", um mich dort zu waschen
- 18 -
und zu frühstücken. Später fing ich
an miene Sachen zu packen, ich schickte
nach meinem Burschen, letzterer kam aber
nicht. - Gegen 7:30 vorm am 5. Nov. 1918
wurde auf allen Booten die rote Flagge
geheißt. Ein entsetzlicher Anblick, ich habe
das Bild tagelang nicht aus den Augen
bekommen, dieser schwarzen Torpedoboote
mit den roten Flaggen auch F.M. Boote
lagen neben uns. Alle Offiziere hatten
sich klar zum Abmarsch gemacht und hatten
sich auf G 39 versammelt. Die Gesichter
der eingel.. zeigten, daß es ihnen
schwer und hart wurde, Abschied zu
nehmen. Der H'Ck. bat um ein Motorboot,
daß nach etwa einer halben Stunde
dann auch ankam. Zwei bewaffnete
Matrosen begleiteten uns, die vielen
roten Bänder, die sie
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch

bis 1/2 2h beisammen, dann gingen wir
auf unsere Boote um zu schlafen. Ich habe
die Nacht auf "G 40" zugebracht, da mein
Turm bereits verschlossen war. Ich fragte
den Posten, auf allen Booten waren Posten
aufgezogen, ob ich hinunter könnte.
Mir wurden geantwortet, daß er erst den
Ausschuß bestehend aus einem Heizer u.
einem Obermatrosen um Erlaubnis fragen
müßte, ich verzichtete natürlich darauf.
Ich habe in dieser Nacht kaum
geschlafen, die Tageseindrücke ließen
mir keine Ruhe und war in dem
Boot ein derartiger Krach,
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zuerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch
-
draußen irgend wo zu Anker lag. Das
Telegramm wurde zuerissen und in den
Papierkorb geworfen, damit war der Fall
erledigt. -Wir Offizier blieben noch
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