Tagebuch "G38" - Die Revolution 1918 in Kiel, item 21
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item 21
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seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn verlangte er noch, daß ich das gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein [sic], daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
38
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen [sic]
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Sierking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich [sic] vor uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahne, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
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seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn verlangte er noch, daß ich das gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein [sic], daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
38
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen [sic]
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Sierking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich vor uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahne, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
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seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn verlangte er noch, daß ich das gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein [sic], daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
38
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Siercking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich vor uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahme, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
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seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn verlangte er noch, daß ich das Gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein, daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
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Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Siercking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich vor uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahme, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
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seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn erlangte er noch, daß ich das Gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein, daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
-38-
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Siercking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich von uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahme, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
-
-37-
seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn erlangte er noch, daß ich das Gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein, daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
-38-
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Siercking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich von uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahme, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
einfache Pastorenfrau lud uns gleich zum
Frühstück ein. So frühstückten wir dann
-
-37-
seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Zum
Hohn erlangte er noch, daß ich das Gleiche
tun möge. Ich sagte ihm kurz, daß ich
Kieler Bankangestellter sei und daß meine
Bank dicht gemacht hätte und ich nach
Hamburg wollte, da ich dort eine gute
Stellung in Aussicht hätte. Er war
zufrieden, ich sagte ihm gute Nacht
und der Fall war geklärt. - Husum
machte mir einen guten, vorzüglichen Eindruck,
alles kam mir so bekannt vor, als ob ich
schon mal dagewesen sein, daran waren
Storms dran Schuld. Wir beschlossen
zunächst zum Barbier zu gehen, um uns
dort rasieren zu lassen, denn bei uns
hatte sich langsam ein kleiner Vollbart
entwickelt. Nachdem das erledigt war gingen
wir zunächst zum Pastor, der uns falsche
Papiere verschaffen sollte, denn wir hatten
fest vor noch am selben Tage die Fahrt
mit der Bahn nach Süden anzutreten.
Wir mieteten uns zunächst im Hotel
-38-
Stadt Hamburg ein Zimmer, um eine Bleibe
zu haben. Dort war als Kellnerin, die jedem
Seeoffizier bekannte "Anni" aus dem P.H (Parkhotel)
in Flensburg, angestellt. Sie war sehr
erfreut und sorgte gut für uns. Sie hat viel
für unsere Weiterfahrt getan. Dann gingen
zu Pastor Rinau, dieser war aber nicht zu
Hause, Frau Pastorin schickte uns zu Probst
(Superintendent) Siercking . Wir baten Herrn
Probst zu sprechen. Eine Tochter des Hauses,
die anscheinend ziemlich angstlich von uns
war, führte uns hinauf zu ihrem Vater. Der
Probst ein sehr vornehm aussehender Herr,
war auch zuerst sehr erschreckt, denn
wir sahen auch wie die Bolschewisten
aus. Er nahm uns sehr freundlich auf,
nachdem wir uns als Seeoffiziere vorgestellt
hatten. Er hielt gerade mit dem Kreistierarzt
Dr. Rahme, Kriegsrat über die augenblickliche
Lage ab. Frau Probst eine vornehme
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Husum
- 54.3295351||10.14960270000006||||1
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