Ereignisse im kirchlichen Leben Lendersdorfs während des Weltkrieges, item 2
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der Gläubigen. Aber die Krieger waren voll erhebenden
Mutes, als sie in der Frühmesse gesegnet wurden und im
Anschluß an die Worte des Evangeliums zum Vertrauen auf
Gott ermuntert wurden, wobei ihnen das Versprechen abge-
nommen wurde, als edle Menschen hinauszuziehen und vor
allem die Witwen, Waisen, Kinder, Frauen und Mädchen
draußen in Feindesland zu schonen. Das Volk verließ den
ganzen Tag die Kirche nicht mehr. Abwechselnd füllten immer
neue Scharen betend das Gotteshaus. Von dem ersten Tag an
wurde jeden Abend eine Kriegsandacht für Krieger, Volk und
Vaterland gehalten. Sie war an den Werktagen abends 7 1/2
Uhr genau so gefüllt wie an Sonntagen. Nach wenigen Tagen
schon zogen ausgerüstete Infanterieregimenter in das Dorf
in die Quartiere. Sie wurden überall mit beispielloser
Begeisterung empfangen. Jedes Haus bot sein Bestes, und
wenn die Truppen weiter zogen, wetteiferte jeder, um den
Truppen noch Zigarren oder sonstige Liebesgaben mit auf
den Weg zu geben.
Für das kirchliche Leben wurde die Einquartierung
und der Durchzug der Truppen von einschneidender Bedeutung.
Die Kriegspsycose sah überall Spione und Verräter. Wegen
dieser Befürchtungen und der entfernteren Nähe der Grenze
mußte das Läuten eingestellt werden. Nur zu bestimmten
vom Milität erbetenen Stunden wurden einige Glockenzeichen
gegeben für die Ausgabe der Parole für die Truppen. Das
Läuten diente also nicht mehr dem Gottesdienste, sondern
nur noc dem Zusammenrufen der ortanwesenden Truppen.
Als man nach wenigen Tagen bereits den Kanonendonner aus
den Kämpfen hinter der belgischen Grenze und vor Lüttich
vernahm, legte sich ernste Angst über die Gläubigen.
Familienväter und -mütter suchten immer wieder die Orts-
geistlichkeit auf mit der Bitte zu überlegen, was geschehen
könne, wenn der Feind evt. durchbrechen würde. Die Orts-
geistlichen gaben die Parole aus: Wir behalten ruhiges
Blut und vertrauen auf Gott, komme, was kommen mag. Die
Hirten blieben bei der Herde und die Herde bei den Hirten.
Wir werden ein Herz und eine Seele sein. Wir wollen uns
auf gegenseitige Hilfe einrichten. Je mehr Tage verginen,
und der Geschützdonner wieder entfernt vernommen wurde,
zog auch beruhigende Sicherheit in die Herzen der Gläu-
bigen ein. Der ganze furchtbare Ernst des Krieges wurde
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der Gläubigen. Aber die Krieger waren voll erhebenden
Mutes, als sie in der Frühmesse gesegnet wurden und im
Anschluß an die Worte des Evangeliums zum Vertrauen auf
Gott ermuntert wurden, wobei ihnen das Versprechen abge-
nommen wurde, als edle Menschen hinauszuziehen und vor
allem die Witwen, Waisen, Kinder, Frauen und Mädchen
draußen in Feindesland zu schonen. Das Volk verließ den
ganzen Tag die Kirche nicht mehr. Abwechselnd füllten immer
neue Scharen betend das Gotteshaus. Von dem ersten Tag an
wurde jeden Abend eine Kriegsandacht für Krieger, Volk und
Vaterland gehalten. Sie war an den Werktagen abends 7 1/2
Uhr genau so gefüllt wie an Sonntagen. Nach wenigen Tagen
schon zogen ausgerüstete Infanterieregimenter in das Dorf
in die Quartiere. Sie wurden überall mit beispielloser
Begeisterung empfangen. Jedes Haus bot sein Bestes, und
wenn die Truppen weiter zogen, wetteiferte jeder, um den
Truppen noch Zigarren oder sonstige Liebesgaben mit auf
den Weg zu geben.
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der Gläubigen. Aber die Krieger waren voll erhebenden
Mutes, als sie in der Frühmesse gesegnet wurden und im
Anschluß an die Worte des Evangeliums zum Vertrauen auf
Gott ermuntert wurden, wobei ihnen das Versprechen abge-
nommen wurde, als edle Menschen hinauszuziehen und vor
allem die Witwen, Waisen, Kinder, Frauen und Mädchen
draußen in Feindesland zu schonen. Das Volk verließ den
ganzen Tag die Kirche nicht mehr. Abwechselnd füllten immer
neue Scharen betend das Gotteshaus. Von dem ersten Tag an
wurde jeden Abend eine Kriegsandacht für Krieger, Volk und
Vaterland gehalten. Sie war an den Werktagen abends 7 1/2
Uhr genau so gefüllt wie an Sonntagen. Nach wenigen Tagen
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der Gläubigen. Aber die Krieger waren voll erhebenden
Mutes, als sie in der Frühmesse gesegnet wurden und im
Anschluß an die Worte des Evangeliums zum Vertrauen auf
Gott ermuntert wurden, wobei ihnen das Versprechen abge-
nommen wurde, als edle Menschen hinauszuziehen und vor
allem die Witwen, Waisen, Kinder, Frauen und Mädchen
draußen in Feindesland zu schonen. Das Volk verließ den
ganzen Tag die Kirche nicht mehr.
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Düren - Lendersdorf
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- Contributor
- Ralf Fackeldey
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