Foto und Feldpost von Franz Rudolph, item 28
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Oben verkehrt herum: Von Marie habe ich auch einen Brief bek.[ommen.]
es so, als wenn man in ein [sic!] Stall kommt,
es ist ja blos, daß man sich wieder durch-
wärmt, denn hier will es gar nicht
wärmer werden. In denn [sic!] ersten 14 Tagen
ging es uns sehr schlecht, denn da kam die
Bakasse u.[nd] Feldküche nicht nach, aber trotzdem
Bakasse = Barkasse = ein Boot, ein Beiboot eines Kriegsschiffs,
oder meinte er: Bagage = Gepäck, der Tross bei der Armee, der Güter und Munition nachliefert
ging es immer vorwärts zu Rußland hin und
desto besser haben wir es auch jetzt. Was wir
alles leisten, das wist [sic!] ihr ja noch besser wie
wir selbst. In manchen Zeitungen lesen wir,
daß es bei euch mit dem Brot sehr knapp ist.
Wenn der Krieg nicht bald zu Ende ist, da wird
das noch schlechter. Heute haben wir wieder
Ersatzkompanien bekommen, es wurde auch Zeit,
denn wir waren nur auch blos noch die Hälftig (sic!)
von der Komp.[anie]. L.[iebe] Mutter! Jetzt steht nun
das Konfirmations u.[und] Osterfest vor die [sic!] Tür, du
wirst wohl gewiß recht viel machen, aber in
die Kirche kannst du meinetwegen schon
zur Konfirmation mitgehen. Ich wünsche
euch im voraus ein fröhliches Osterfest u.[nd] mei-
nen Bruder Otto wünsche ich viel Glück u.[nd] Se-
gen zur Konf.[irmation]. Hier schicke ich dir einen 5 M.[ark]-
Schein. Frieda habe ich auch einen Brief geschrie-
ben mit 5 M.[ark] die kannst du dir holen. Schreib mir
nur sofort damit ich weis [sic!], daß du es bekommen
hast. Bis hierher bin ich noch gesund u.[nd] munter
hoffentlich ihr auch. Grüße
u.[nd] Schmidts von mir auch sei du gegrüßt von d.[einem] l.[ieben] Sohn Franz.
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Oben verkehrt herum: Von Marie habe ich auch einen Brief bek.[ommen.]
es so, als wenn man in ein [sic!] Stall kommt,
es ist ja blos, daß man sich wieder durch-
wärmt, denn hier will es gar nicht
wärmer werden. In denn [sic!] ersten 14 Tagen
ging es uns sehr schlecht, denn da kam die
Bakasse u.[nd] Feldküche nicht nach, aber trotzdem
ging es immer vorwärts zu Rußland hin und
desto besser haben wir es auch jetzt. Was wir
alles leisten, das wist [sic!] ihr ja noch besser wie
wir selbst. In manchen Zeitungen lesen wir,
daß es bei euch mit dem Brot sehr knapp ist.
Wenn der Krieg nicht bald zu Ende ist, da wird
das noch schlechter. Heute haben wir wieder
Ersatzkompanien bekommen, es wurde auch Zeit,
denn wir waren nur auch blos noch die Hälftig (sic!)
von der Komp.[anie]. L.[iebe] Mutter! Jetzt steht nun
das Konfirmations u.[und] Osterfest vor die [sic!] Tür, du
wirst wohl gewiß recht viel machen, aber in
die Kirche kannst du meinetwegen schon
zur Konfirmation mitgehen. Ich wünsche
euch im voraus ein fröhliches Osterfest u.[nd] mei-
nen Bruder Otto wünsche ich viel Glück u.[nd] Se-
gen zur Konf.[irmation]. Hier schicke ich dir einen 5 M.[ark]-
Schein. Frieda habe ich auch einen Brief geschrie-
ben mit 5 M.[ark] die kannst du dir holen. Schreib mir
nur sofort damit ich weis [sic!], daß du es bekommen
hast. Bis hierher bin ich noch gesund u.[nd] munter
hoffentlich ihr auch. Grüße
u.[nd] Schmidts von mir auch sei du gegrüßt von d.[einem] l.[ieben] Sohn Franz.
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Oben verkehrt herum: Von Marie habe ich auch einen Brief bek.[ommen.]
es so, als wenn man in ein [sic!] Stall kommt,
es ist ja blos, daß man sich wieder durch-
wärmt, denn hier will es gar nicht
wärmer werden. In denn [sic!] ersten 14 Tagen
ging es uns stets schlecht, denn da kam die
Bakasse u.[nd] Feldküche nicht nach, aber trotzdem
ging es immer vorwärts zu Rußland hin

desto besser
wir es auch jetzt. Was wir alles leisten, das wist [sic!] ihr ja noch besser wie
wir selbst. In manchen Zeitungen lesen wir,
daß es bei euch mit dem Brot sehr knapp ist.
Wenn der Krieg nicht bald zu Ende ist, da wird
das noch schlechter. Heute haben wir wieder
Ersatzkompanien bekommen, es wurde auch Zeit,
denn wir waren nur auch blos noch die Hälfte
von der Komp.[anie]. L.[iebe] Mutter! Jetzt steht nun
das Konfirmations u.[und] Osterfest vor die [sic!] Tür, du
weist wohl gewiß recht viel machen, aber in
die Kirche kannst du meinetwegen schon
zur Konfirmation mitgehen. Ich wünsche
euch im voraus ein fröhliches Osterfest u.[nd] mei-
nen Bruder Otto wünsche ich viel Glück u.[nd] Se-
gen zur Konf.[irmation]. Hier schicke ich dir einen 5 M.[ark]-
Schein. Frieda habe ich auch einen Brief geschrie-
ben mit 5 M.[ark] die kannst du dir holen. Schreib mir
nur sofort damit ich weis [sic!], daß du es bekommen
hast. Bis hierher bin ich noch gesund u.[nd] munter
hoffentlich ihr auch. Grüße
u.[nd] Schmidts von mir auch sei du gegrüßt von d.[einem] l.[ieben] Sohn Franz.
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Oben verkehrt herum: Von Marie habe ich auch einen Brief bek.[ommen.]
es so, als wenn man in ein [sic!] Stall kommt,
es ist ja blos, daß man sich wieder durch-
wärmt, denn hier will es gar nicht
wärmer werden. In denn [sic!] ersten 14 Tagen
ging es uns stets schlecht, denn da kam die
Bakasse u.[nd] Feldküche nicht nach, aber trotzdem
ging es immer vorwärts zu Rußland

desto besser
wir es auch jetzt. Was wir alles leisten, das wist [sic!] ihr ja noch besser wie
wir selbst. In manchen Zeitungen lesen wir,
daß es bei euch mit dem Brot sehr knapp ist.
Wenn der Krieg nicht bald zu Ende ist, da wird
das noch schlechter. Heute haben wir wieder
Ersatzkompanien bekommen, es wurde auch Zeit,
denn wir waren nur auch blos noch die Hälfte
von der Komp.[anie]. L.[iebe] Mutter! Jetzt steht nun
das Konfirmations u.[und] Osterfest vor die [sic!] Tür, du
weist wohl gewiß recht viel machen, aber in
die Kirche kannst du meinetwegen schon
zur Konfirmation mitgehen. Ich wünsche
euch im voraus ein fröhliches Osterfest u.[nd] mei-
nen Bruder Otto wünsche ich viel Glück u.[nd] Se-
gen zur Konf.[irmation]. Hier schicke ich dir einen 5 M.[ark]-
Schein. Frieda habe ich auch einen Brief geschrie-
ben mit 5 M.[ark] die kannst du dir holen. Schreib mir
nur sofort damit ich weis [sic!], daß du es bekommen
hast. Bis hierher bin ich noch gesund u.[nd] munter
hoffentlich ihr auch. Grüße
u.[nd] Schmidts von mir auch sei du gegrüßt von d.[einem] l.[ieben] Sohn Franz.
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es so, als wenn man in ein [sic!] Stall kommt,
es ist ja blos, daß man sich wieder durch-
wärmt, denn hier will es gar nicht
wärmer werden. In denn [sic!] ersten 14 Tagen
ging es uns stets schlecht, denn da kam die
Bakasse u.[nd] Feldküche nicht nach, aber trotzdem
ging es immer vorwärts zu Rußland

desto besser
wir es auch jetzt. Was wir alles leisten, das wist [sic!] ihr ja noch besser wie
wir selbst. In manchen Zeitungen lesen wir,
daß es bei euch mit dem Brot sehr knapp ist.
Wenn der Krieg nicht bald zu Ende ist, da wird
das noch schlechter. Heute haben wir wieder
Ersatzkompanien bekommen, es wurde auch Zeit,
denn wir waren nur auch blos noch die Hälfte
von der Komp.[anie]. L.[iebe] Mutter! Jetzt steht nun
das Konfirmations u.[und] Osterfest vor die [sic!] Tür, du
weist wohl gewiß recht viel machen, aber in
die Kirche kannst du meinetwegen schon
zur Konfirmation mitgehen. Ich wünsche
euch im voraus ein fröhliches Osterfest u.[nd] mei-
nen Bruder Otto wünsche ich viel Glück u.[nd] Se-
gen zur Konf.[irmation]. Hier schicke ich dir einen 5 M.[ark]-
Schein. Frieda habe ich auch einen Brief geschrie-
ben mit 5 M.[ark] die kannst du dir holen. Schreib mir
nur sofort damit ich weis [sic!], daß du es bekommen
hast. Bis hierher bin ich noch gesund u.[nd] munter
hoffentlich ihr auch. Grüße
u.[nd] Schmidts von mir auch sei du gegrüßt von d.[einem] l.[ieben] Sohn Franz.
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Ebingen
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- 2011 / 25440
- Contributor
- Brigitte Morowka
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