Erinnerungen des Grenadiers Otto Reipert an den Weltkrieg, item 88
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linke Seite 173.
Mütze rissen sie sofort ab. Das Karpathen
Abzeichen sollte hinterher kommen,
jedoch ließ ich das nicht zu, sie brachen
dabei aber von dem Abzeichen
eine Ecke ab. Mein schwarz-weißes
Band vom Rock sollte mit einer Schere
entfernt werden. Ich machte sie darauf
aufmerksam, daß das alles persönliche
Verdienste seien, darauf sie erwiederten [sic],
daß [sic] war einmal, jetzt sind wir alle
gleich. Mir kam die Wut hoch. Ich sollte
mich mit diesen Jungen gleich stellen.
Den Mantel bekam ich nicht, den
sollte ich mir da holen, für den ich
die Abzeichen trage. Ich ging sehr entäuscht [sic],
über die Behandlung fort, natürlich
ließ ich außer der Kokarde auch mein
Koppel nicht da. Ich ging nach dem
Rathaus, weil dort der Soldatenrat
seine Räume haben sollte. Aber alles
ging durcheinander. Aber ich hatte
auch die Gewißheit, daß diese Männer
mir nicht helfen wollten, denn dieser
Soldatenrat bestand aus Personen, die
nie ein Geschoß gehört haben, sie waren
rechte Seite 174.
die ganzen 4 Jahre wegen Unabkömlichkeit [sic]
irgendwo reklamiert. Aber
jetzt hatten sie alle eine neue Uniform
an, dagegen für mich nicht ein [sic]
Mantel
. Sie gaben mir den Rat,nach der Tomas.str. in der [sic] Schule zu gehen,
dort liegt auch eine Komp. der 5er-
, dort daßselbe [sic], keine Sachen mehr hier. Ich ging auf ihren Rat nach der Kürassier
Kaserne, diese war wie ausgefegt.
Nun schrieb ich meine Erfahrungen
meinem Lntl. nach Königsberg, von
dort bekam ich die Antwort, sie können
dagegen nichts machen, die Bestände seien
eben aufgebraucht, ich sollte in Ziviel [sic]
gehen, sie legen auf die Uniform keinen
Wert mehr.
Also der schwerverwundete Frontsoldat
sollte in Ziviel [sic] gehen, trotzdem ich
noch nicht entlassen war, und die Heimkrieger
sind in neue [sic] Uniformen herumgelaufen.
Das war der erste Erfolg
der Umwälzung. Ich legte nun meine
Verdienste und Andenken weg und zog
als Soldat, der immer noch Löhnung erhielt,
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linke Seite 173.
Mütze rissen sie sofort ab. Das Karpathen
Abzeichen sollte hinterher kommen,
jedoch ließ ich das nicht zu, sie brachen
dabei aber von dem Abzeichen
eine Ecke ab. Mein schwarz-weißes
Band vom Rock sollte mit einer Schere
entfernt werden. Ich machte sie darauf
aufmerksam, daß das alles persönliche
Verdienste seien, darauf sie erwiederten [sic],
daß [sic] war einmal, jetzt sind wir alle
gleich. Mir kam die Wut hoch. Ich sollte
mich mit diesen Jungen gleich stellen.
Den Mantel bekam ich nicht, den
sollte ich mir da holen, für den ich
die Abzeichen trage. Ich ging sehr entäuscht [sic],
über die Behandlung fort, natürlich
ließ ich außer der Kokarde auch mein
Koppel nicht da. Ich ging nach dem
Rathaus, weil dort der Soldatenrat
seine Räume haben sollte. Aber alles
ging durcheinander. Aber ich hatte
auch die Gewißheit, daß diese Männer
mir nicht helfen wollten, denn dieser
Soldatenrat bestand aus Personen, die
nie ein Geschoß gehört haben, sie waren
rechte Seite 174.
die ganzen 4 Jahre wegen Unabkömlichkeit [sic]
irgendwo reklamiert. Aber
jetzt hatten sie alle eine neue Uniform
an, dagegen für mich nicht ein [sic]
Mantel
. Sie gaben mir den Rat,nach der Tomas.str. in der [sic] Schule zu gehen,
dort liegt auch eine Komp. der 5er-
, dort daßselbe [sic], keine Sachen mehr hier. Ich ging auf ihren Rat nach der Kürassier
Kaserne, diese war wie ausgefegt.
Nun schrieb ich meine Erfahrungen
meinem Lntl. nach Königsberg, von
dort bekam ich die Antwort, sie können
dagegen nichts machen, die Bestände seien
eben aufgebraucht, ich sollte in Ziviel [sic]
gehen, sie legen auf die Uniform keinen
Wert mehr.
Also der schwerverwundete Frontsoldat
sollte in Ziviel [sic] gehen, trotzdem ich
noch nicht entlassen war, und die Heimkrieger
dassind in neue [sic] Uniformen herumgelaufen.
Das war der erste Erfolg
der Umwälzung. Ich legte nun meine
Verdienste und Andenken weg und zog
als Soldat, der immer noch Löhnung erhielt,
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linke Seite 173.
Mütze rissen sie sofort ab. Das Karpathen
Abzeichen sollte hinterher kommen,
jedoch ließ ich das nicht zu, sie brachen
dabei aber von dem Abzeichen
eine Ecke ab. Mein schwarz-weißes
Band vom Rock sollte mit einer Schere
entfernt werden. Ich machte sie darauf
aufmerksam, daß das alles persönliche
Verdienste seien, darauf sie erwiederten [sic],
daß [sic] war einmal, jetzt sind wir alle
gleich. Mir kam die Wut hoch. Ich sollte
mich mit diesen Jungen gleich stellen.
Den Mantel bekam ich nicht, den
sollte ich mir da holen, für den ich
die Abzeichen trage. Ich ging sehr entäuscht [sic],
über die Behandlung fort, natürlich
ließ ich außer der Kokarde auch mein
Koppel nicht da. Ich ging nach dem
Rathaus, weil dort der Soldatenrat
seine Räume haben sollte. Aber alles
ging durcheinander. Aber ich hatte
auch die Gewißheit, daß diese Männer
mir nicht helfen wollten, denn dieser
Soldatenrat bestand aus Personen, die
nie ein Geschoß gehört haben, sie waren
rechte Seite 174.
die ganzen 4 Jahre wegen Unabkömlichkeit [sic]
irgendwo reklamiert. Aber
jetzt hatten sie alle eine neue Uniform
an, dagegen für mich nicht ein [sic]
Mantel
. Sie gaben mir den Rat,nach der Tomas.str. in der [sic] Schule zu gehen,
dort liegt auch eine Komp. der 5er-
, dort daßselbe [sic], keine Sachen mehr hier.
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linke Seite 173.
Mütze rissen sie sofort ab. Das Karpathen
Abzeichen sollte hinterher kommen,
jedoch ließ ich das nicht zu, sie brachen
dabei aber von dem Abzeichen
eine Ecke ab. Mein schwarz-weißes
Band vom Rock sollte mit einer Schere
entfernt werden. Ich machte sie darauf
aufmerksam, daß das alles persönliche
Verdienste seien, darauf sie erwiederten [sic],
daß [sic] war einmal, jetzt sind wir alle
gleich. Mir kam die Wut hoch. Ich sollte
mich mit diesen Jungen gleich stellen.
Den Mantel bekam ich nicht, den
sollte ich mir da holen, für den ich
die Abzeichen trage. Ich ging sehr entäuscht [sic],
über die Behandlung fort, natürlich
ließ ich außer der Kokarde auch mein
Koppel nicht da. Ich ging nach dem
Rathaus, weil dort der Soldatenrat
seine Räume haben sollte. Aber alles
ging durcheinander. Aber ich hatte
auch die Gewißheit, daß diese Männer
mir nicht helfen wollten, denn dieser
Soldatenrat bestand aus Personen, die
nie ein Geschoß gehört haben, sie waren
Description
Save description- 49.21491409999999||5.43185189999997||||1
Erstürmung des Forts Douaumont am 20. Mai 1916
Location(s)
Story location Erstürmung des Forts Douaumont am 20. Mai 1916
- ID
- 12558 / 158738
- Contributor
- Günter Reipert
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- Eastern Front
- Western Front
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- Artillery
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- Trench Life
































































































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